Einer

hohen königlichen Bibliotheks-Verwaltung

beehre ich mich, anliegendes Pflichtexemplar der unlängst zu Osnabrück erschienenen

Plattdeutschen Briefe, Erzählungen, Gedichte u. s. w.

im Auftrage des Verfassers ergebenst zu übersenden, mit der Bitte, die verzögerte Ueberreichung entschuldigen zu wollen.

Mit schuldiger Hochachtung
und Verehrung

G. A., 18. Febr. 1846

F. W. Lyra
S. th. stud.

An
eine hohe königliche Bibliotheks-Verwaltung

z. H. Sr. Wohlgeboren
des Herrn Profeßor Dr. Hoeck

hieselbst.

Euer Wohlgeboren

erlaube ich mir, beifolgend ein Exemplar eines von mir herausgegebenen Werkchens in niederdeutsch-westphälischer Mundart zu gefälliger Ansicht zu übersenden.

Dieses Werkchen, bei dessen Bearbeitung ich mir insbesondere die Aufgabe stellte, einen, von modernen Beimischungen und fremden Überläufern freien Beitrag zur Kenntniß der so biederkräftigen westphälischen Mundart zu liefern, verdankt seine Entstehung den Anregungen einiger, den Forschungen in den niederdeutschen Sprachformen zugewandter Gelehrten, namentlich des verdienten Herausgebers der Völkerstimmen Germaniens, daher die Bearbeitung zunächst im Interesse der Sprach-und Idiotismenforscher unternommen wurde, denen es gewidmet war, aus welchem Grunde denn auch mehr Rücksicht auf die Hervorhebung eigenthümlicher Ausdrücke und bereits veraltender Redensarten und Sprichwörter zu nehmen war, als auf zierliche, jetzt beliebige Gestaltung der meist aus dem Leben des Landmannes früherer Zeit gegriffenen und eben deshalb nur im ebenbürtigen, hausmachenen Gewande vorzuführenden Bildergruppen.

Gleichwohl habe ich dem Werkchen, welches anfangs nicht zum Drucke bestimmt war, eine solche Einrichtung zu geben gesucht, daß es zugleich auch eine erheiternde Unterhaltung für jeden unbefangenen Leser und Freund der plattdeutschen Sprache darbieten möge. Gestützt auf die beifälligen Aussprüche competenter Beurtheiler darf ich mir schmeicheln, bei der nicht unschwierigen Durchführung meines Unternehmens auch dieses Ziel erreicht zu haben. Ich hege deshalb die Hoffnung, daß meine Arbeit auch Ihren Beifall finden und Sie beigehendes Exemplar dieses Büchleins für Jedermann, das ich unterdessen für nichts mehr und nichts Besseres anzusehen bitte, als für eine kleine Ährenlese auf jenem erst wenig beackerten Sprachfelde, zu behalten belieben werden, welchen Falles ich mir den Preis von 12 Ggr. Courant dafür erbitte.

Da dies Werkchen sich insbesondere auch zu einem angemessenen Geschenke für die Jugend eignen dürfte, welche aus leicht zu erkennenden Gründen die Sprache ihrer Vorältern nicht so ganz vernachlässigen sollte, so bitte ich freundlichst, dasselbe in Ihren Kreisen als ein Solches wohlwollend empfehlen zu wollen.

Osnabrück,
im November 1845.

Gehorsamst
Lyra.

Den verehrlichen Subscribenten auf die von mir angekündigten

Plattdeutschen Briefe, Erzählungen,
Gedichte u. s. w.

mit besonderer Rücksicht auf Sprichwörter und eigenthümliche Redensarten des Landvolks in Westphalen,

mache ich hierdurch die ergebenste Anzeige, daß obiges Werkchen nunmehr in den nächsten vierzehn Tagen ausgegeben und den Subscribenten, die nicht etwa vorziehen mögten, die gütigst verlangten Exemplare bei mir abfordern zu lassen, zugesandt werden wird.

Der vielseitige Beifall, den mein Streben während der Bearbeitung des Werkchens erfuhr, — welches zu meiner Freude bereits verschiedentlich günstig beurtheilt und von einem vollgültigen, gelehrten Kenner der westphälischen Mundarten ganz neuerlich mit dem Ausspruche belobt wurde, daß es eben so verdienstlich als ausgezeichnet in seiner Art sei und sich gewiß ein zahlreiches Publikum gewinnen werde, indem es rücksichtlich der darin vorkommenden großen Anzahl eigenthümlicher Redensarten und Sprichwörter, deren abgesonderte Erklärung eine wünschenswerthe Zugabe ausmachen würde, eine seitherige Lücke ergänze und namentlich auch dazu geeignet erscheine, der heranwachsenden Jugend, welche die plattdeutsche Sprache aus leicht zu erkennenden Gründen nicht so ganz vernachlässigen sollte, in die Hände gegeben zu werden —, war ein Sporn für mich, dasselbe mit aller Sorgfalt fast gänzlich umzuarbeiten. Um aber auch zugleich den Ermunterungen und Aufforderungen zu weiterer Ausdehnung des Werkchens möglichst zu entsprechen, ist keine Quelle unbeachtet geblieben, die irgend benutzt werden konnte, dasselbe, namentlich im Interesse der Sprach- und Idiotismenforscher, soviel als möglich zu vervollständigen.

Durch diese neue Überarbeitung wuchs das Buch, weiches anfänglich nur auf etwa fünf kleine Octavbogen berechnet war, bis zu 14 Bogen heran, die ich in zwei Abtheilungen zu liefern beabsichtigte, wovon ich unterdessen aus verschiedenen Gründen wieder abging und das Ganze jetzt in einem Bande größern Formats gebe.

Dies und die wiederholte genaue Revision vor dem Abdrucke, — dann ick woll nich geeren wat in de Welt uutdraawen lauten, dat nich in allen Deelen vor Mester un Gesellen un aparte vor de glubietsken Finnenkiikers bestaunen kiöne — wird es hoffentlich entschuldigen, daß der Lieferungstermin so lange hinausgeschoben werden mußte.

Daargiigen draf ick abers auck driisten de Versiekerunge giewen, dat ick'r all' miin Beste to an e settet hebbe, dat »düt Bööksken vor Jeddermann« den geneegeden Afniemer un Liäser na miinen Gissen sau wual gefallen schiöle, dat he'r siinen Friäe met hebben un'r mi nich vor anschnawwen weere, dat't 'n Paar Grössen mehr kostet, daar'r auck wual na mehr as dreemal sa viele vor inne steht, as ick an't Eerste uut e luawet harr.

Ick meene auck miiner Saaken wisse to sienen, wann ick mi inbelle, dat de geneegede Liäser 'r up wat Stiien wual es bi schmüüstern schiöle, as wann em Fierkenschnüütkes uut'n Suurkaule tolachet; — dann daar is't van Ende bes to'r Wende to in e siämet un vernegget — un wel is'r wual, de in uuser bekrutten Tiidt af un an nich wual es geeren van Harten lachen mogte! —

Mi ducht 'r seite auck wual sau bito 'n nett Kristkindkensgeschenk vor de lütken lebennigen Braudkuärwe inne, daar de Öllern se met an 'n Liäsedisk tocken kiönen, wann se eer to lange buutens Huuses of unner'n Fööten herümme ränkstert, daar se geeren inne herümme gliipen schiölen un sick de langen Winterauwende kortswiilig met verdriiwen un'r buawen batt auck wual 'n Bröcksken uut upschnappen kiönen, dat 'ne vorwahr siin Liewe nin Quaut doonen, uäwer kort of lank vellichte abers na wual es goot to Passe kuomen konn. —

Bei der Niederschreibung dieser ungeschminkten, von modernen Beimischungen freien Beiträge zur Kenntniß unserer so kernhaften westphälischen Muttersprache durfte ich das Motto nicht aus den Augen verlieren: »Platt is platt un mot platt bliiwen, süß is't nin Platt un Bispriöke gaaet in Holsken un niemet nin Blatt vor't Muul.« Darum trat ich ohne Bedenken grade heraus mit dem Volkstone wie er war und eben darum konnten auch die Skizzen, in denen ich die früheren Gewohnheiten und Sitten der Landleute darzustellen versucht habe, nur in entsprechenden, naturgetreuen Farben gehalten werden. —

Indem ich nun diese kleine Ährenlese auf jenem urkräftigen, erst wenig beackerten Sprachfelde meinen Landsleuten und allen Freunden der westphälischen Mundart zu gütiger Aufnahme bestens empfehle, bemerke ich nur noch, daß dieselbe, so wie bei mir, auch durch alle Buchhandlungen des In- und Auslandes zu beziehen ist.

Das Buch erscheint in Druck, Format und Papier wie diese Ankündigung.

Osnabrück, den 15. October 1845.

Lyra,

Canzley-Registrator.

Plattdeutsche Briefe,
Erzählungen, Gedichte u.s.w.

mit
besonderer Rücksicht auf Sprichwörter und eigenthümliche
Redensarten des Landvolks in Westphalen;

vom

Canzlei-Registrator F.W. Lyra

in

Osnabrück.

Tempora mutantur et nos in illis;
oder:
Wi hebb't al mannig Jahr düürschlennert
Un seh'n, wo sick de Welt verännert.

Verlag des Herausgebers.

In Commission
der Rackhorst'schen und Meinders'schen Buchhandlungen in Osnabrück.
1845.

Den Herren

Dr. J. W. Firmenich
in Berlin

und

Dr. J. G. L. Rosegarten,
ord. Professor der Theologie
in Greifswalde,

so wie meinen lieben Landsleuten in Westphalen
sammt und sonders gewidmet.

'n Afbeld längst vergaun'ner Titen
Un wat de Aulen seggt un daun'n,
Schall milnen leewen Landeslüüen
Liifhaftig hier vor Augen staun'n.

Kräftig und ungeschminkt, wie der Zögling der Natur, — der Landmann ehemaliger Zeit —, ist auch seine Sprache; wer ihm einen frac à la mode anlegt, der hat Beide nicht kennen gelernt und stellt ein ungenügendes Bild dar.

Dies zur Rechtfertigung mancher in diesen Darstellungen vorkommenden, dem heutigen Geschmacke vielleicht nicht mehr zusagenden Kraftausdrücke; die, wollte ich anders den Landmann älterer Zeit und seine Weisen richtig zeichnen, nicht zu vermeiden waren. Dann Platt is platt un mot platt bliiwen, süß is't nin Platt, un Bispriöke gahet in Holsken un niemet nin Blatt vor't Muul. — Darum trat ich in dieser kleinen Ährenlese auf einem urkräftigen, erst wenig beackerten Sprachfelde, die ich gleichwohl für nichts mehr und nichts Besseres ausgeben mag, als für einen, von allen im Laufe der Zeit eingeschwärzten Überläufern und modernen Beimischungen freien Beitrag zur Kenntniß unserer so kernhaften westphälischen Muttersprache, ohne Bedenken gerade heraus mit dem Volkstone und eben darum konnten auch die einfachen Skizzen, in denen ich die frühern Gewohnheiten und Sitten der Landleute darzustellen versucht habe, nur in naturgetreuen Umrissen und im entsprechenden hausmachenen Gewande gegeben werden.

Vorbericht.

Auf dem Lande geboren und erzogen, habe ich schon früh vielfache Gelegenheit gehabt, nicht allein die Sprache der Landleute Westphalens in allen ihren Eigenthümlichkeiten zu belauschen und genau kennen zu lernen, sondern auch das Thun und Treiben derselben zu beobachten, und da auch meine späteren Lebensverhältnisse vielen Verkehr mit den Landbewohnern herbeiführten, so sind mir ihre Weisen und die Veränderungen, welche selbige in neueren Zeiten durch Sitten- und Sprachverfeinerung — die stets gleichen Schritt halten — erlitten, nicht fremd geblieben, so daß ich mir getrauen darf, im Stande zu sein, sowohl die früheren Gewohnheiten des Landmannes, als auch die Eigenthümlichkeiten seiner Sprachweise zutreffend zu schildern. Ich habe damit einen Versuch gemacht, indem ich einige Erzählungen, Gedichte u. s. w. zusammengetragen, die ich dem Drucke übergebe. Ich glaube, daß die noch lebende ältere Generation, (ich meine damit die im vorigen Jahrhundert, oder doch vor der französischen Invasion, welche, im Zusammenhange mit den ihr nachgefolgten Zeitläuften und Ereignissen, so vielen Einfluß auf die Veränderung der alten deutschen Sitten und Gewohnheiten im Allgemeinen, und namentlich auch in Hinsicht auf die Bewohner des platten Landes ausgeübt hat, Geborenen und Herangewachsenen) mich überall verstehen werde; wogegen der Jüngeren wohl Manche in meinen Darstellungen vorkommende Ausdrücke und Redensarten schon nicht überall mehr verständlich sein mögten. Für diese habe ich erklärende Noten beigefügt. Jedes Wort habe ich absichtlich genau so geschrieben, wie es zuerst buchstabirt und nachher ausgesprochen werden muß, daher die vielen Doppelbuchstaben und Vorklänge, was nicht von Allen, die plattdeutsch schreiben, genugsam beobachtet wird.

Die plattdeutsche Sprache hat eine Menge ausdrucksvoller, scharf bezeichnender, witziger Redensarten, weshalb sie, anerkannt, zu humoristischen, aus dem Leben gegriffenen Darstellungen ganz vorzüglich geeignet ist, und diese Seite habe ich bei meinen Darstellungen besonders im Auge gehalten.

Man hat überall eingesehen, daß es eben noch Zeit sei, die immer mehr verhallenden Klänge der plattdeutschen Mundarten, soviel deren in ihrer ältern Eigenthümlichkeit noch vorhanden sind, zu sammeln und deshalb hat dieser Gegenstand der Wissenschaft, auch eben in unsern Tagen noch zu rechter Zeit, die Aufmerksamkeit der Gelehrten erregt, so daß sich ihrer Viele dem gewiß eben so verdienstlichen als patriotischen Geschäfte widmen, die Idiome der plattdeutschen Mundarten vor der Vergessenheit zu schützen. Unter solchen verdienen besonders der Herr Professor Dr. Rosegarten in Greifswalde und der Herr Dr. Firmenich in Berlin hervorgehoben zu werden, von denen der Erstere sich die verdienstvolle Aufgabe gestellt hat, ein allgemeines Wörterbuch der niedersächsischen oder plattdeutschen Sprache älterer und neuerer Zeit zu bearbeiten, während der Letztere der gesammten deutschen Nation in seinen »Völkerstimmen Germaniens« ein gediegenes und ächtes deutsches National-Werk übergeben wird. Beide haben mich mit dem Vertrauen beehrt, mein thätliches Interesse für ihre Unternehmungen in Anspruch zu nehmen und daraus ist die Veranlassung zu der Niederschreibung der Darstellungen hervorgegangen, durch deren Herausgabe ich den vielen Freunden der plattdeutschen Sprache um so mehr einen Dienst zu erweisen glaube, als es meine Aufgabe gewesen ist, eine möglichst große Menge solcher Sprichwörter und Redensarten zusammen zu bringen, die größtentheils schon jetzt nur selten mehr gehört werden, weil sie meistens nur noch in dem Munde abgängiger Großväter anzutreffen sind und von welchen eben dieserhalb zu vermuthen ist, daß sie bald ganz verschwinden, oder, wie ich mich ausdrücken mögte, aussterben werden.

Besseren Verständnisses halber sind diese Sprichwörter in ein erzählendes Gewand gewebt und die besonderen Redensarten und Sprichwörter mit gesperrter Schrift gedruckt worden. Als Anhang habe ich noch einige, theils von mir, theils von Anderen herrührende Gedichte u. dgl. beigegeben und bemerke nur noch, daß ich mich überall streng des Osnabrücker Idioms bedient habe.

Osnabrück, im März 1844.

Lyra,
Canzlei-Registrator.

Der Herr Canzlei-Registrator Lyra ist mir bereits längst bei mehrfältigen Gelegenheiten als ein Mann bekannt geworden, der die plattdeutsche Sprache in allen ihren Eigenthümlichkeiten genau und vollkommen kennt. Es steht ihm dabei auch zugleich die Gabe zu Gebote, das, was er giebt, mit äußerst gemüthlicher Laune darzustellen. Ich habe die von ihm zum Druck bestimmten Briefe u. s. w. im Manuscript theilweise durchgesehen und kann aus vollster Überzeugung die Versicherung geben, daß sie Jedem, der sich für die plattdeutsche Mundart interessirt, gewiß gefallen werden. Ein größeres Verdienst aber besteht darin, daß namentlich in den Briefen eine Menge Sprichwörter und besonderer Redensarten, in ein humoristisches Gewand gekleidet, und dadurch zugleich leichter verständlich gemacht, niedergelegt sind; so daß das Werkchen, wie es daliegt, für sich allein schon fast ein vollständiges Idiotikon, besser wenigstens als das Strodtmannsche[A], ist.

Wenn der Herr Herausgeber mir an meinem Namenstage den 24. Februar 1842 sagte: »He begreipe nich, wo ick sau viele schäune Leeder to haupe kriegen harre un se vor saune Schnüüsterigge weggiewen mogte, un dat he'r wual wat ümme schüllig sien wolle, dat he't auck sau verstönne;« so kann ich nicht umhin, demselben jetzt das Zeugniß zu geben, »dat he se nau vüllig sau goot uut'r Mowwen schüdden kann, as icke un dat ick der Meenunge bin, he miöte den grauten Schatt, den he to'm Besten gift, nich sau spottwualfeil uutdoonen. — Man daarunner folget he mi, as't schint, daarmet'r Jeddereene, un auck de minneste Landmann, lichtferriger to kuomen kann. — Ick wünske van Hartensgrunde, dat'r en hauge uppackeden Miölenwaagen vull van na allen Kanten der Welt gaunen müüge, un segge met eenen Waarde: dat Book is aller Rekummedation mäutig[C] un unner Bröörs 12 Ggr. werth; dann Buur un Börgersmann, saugaar Edellüüe kiön't'r sick anne ergetzen un'r hen un wier na wual wat uut leeren.«

Seling,
Pfarr-Caplan zu St. Johann in Osnabrück.

[A] Zu bedauern würde es sein, wenn wirklich Jemand zu Forschungen und Arbeiten in unserer plattdeutschen Mundart etwa das Strodtmannsche Idiotikon von 1756 zu Rathe gezogen haben mögte, indem eine blos flüchtige Ansicht desselben Jedem, der mit dem hiesigen Dialekte nur einigermaßen bekannt geworden ist, sofort die Überzeugung gewähren muß, daß ein bedeutender Theil der darin vorkommenden Wörter unrichtig gegeben, geschrieben und interpretirt, die wenigen darin aufgenommenen Sprichwörter und besonderen Redensarten aber fast durchweg falsch und sinnwidrig erklärt sind; was auch schon der verstorbene Dr. Klöntrup, der mit vollem Rechte als bewährter Kenner und fleißiger Forscher in plattdeutschen Idiomen dasteht, in dem Vorberichte zu seinem im Manuscripte hinterlassenen, vor Kurzem in die Bibliothek des hiesigen Rathsgymnasii übergegangenen, überaus vollständigen und eben deshalb sehr schätzbaren Wörterbuche der niederdeutsch-westphälischen Mundart bemerkt, von welchem sehr zu beklagen ist, daß es bisher nicht zum Drucke gelangte[B].

Ich erachte es für angemessen die betreffende Stelle aus der Klöntrupschen Einleitung hier abdrucken zu lassen, so wie ich es auch nicht für überflüssig gehalten habe, von dem bei Strodtmann angetroffenen wenigen Guten, die in einem Anhange zu seinem Idiotikon beigebrachte, bei der Flachs- und Leinwandgewinnung in Westphalen gebräuchliche, mittheilungswerthe Nomenclatur am Schlusse dieses Büchleins berichtigt aufzunehmen, zumal das Strodtmannsche Idiotikon selbst sich nur in wenigen Händen befindet.

(der Verfasser.)


»In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gab der Herr Strodtmann, dermaliger Rector am Gymnasio zu Osnabrück, ein osnabrücksches Idiotikon heraus, welches nachher nebst dem hamburgischen Idiotikon des Herrn Professor Richey die Grundlage zu dem bekannten bremischen Wörterbuche ausmachte. Von jenem Idiotikon des Herrn Strodtmann läßt sich nicht viel Gutes sagen; der Herr Rector, der selbst kein geborener Osnabrücker war, hatte es durch seine Schüler sammeln lassen, er hat es blos in Ordnung gebracht. Daher ist es denn gekommen, daß zwei Drittel der darin aufgenommenen — im bremischen Wörterbuche mit S bezeichneten Worte entweder unrichtig geschrieben, oder falsch erklärt sind. Hat nun der Herausgeber des bremischen Wörterbuchs bei dem Richeyschen Idiotikon — das ich, da ich den hamburgischen Dialect nicht so genau kenne, nicht beurtheilen kann — eine eben so üble Wahl getroffen, so steht es schlecht um das bremische Wörterbuch, wie auch sonst am Tage liegt.

Indessen ist es wohl hohe Zeit an ein brauchbares niederdeutsches Wörterbuch zu denken. Kenne ich doch Rechtsgelehrte in meiner Vaterstadt, denen ich die Schuhriemen aufzulösen nicht werth bin, die aber nicht im Stande sind eine Urkunde aus den Zeiten des Bischofs Philip Sigismund zu lesen. Die niederdeutsche Sprache kömmt unter den gebildeten Classen immer mehr außer Gebrauch, und sogar Kindermädchen und Ammen werden angewiesen mit den Kindern hochdeutsch zu rothwelschen. Das giebt denn freilich ein hübsches Deutsch, aber das geht mich nichts an; ich bedaure nur den Untergang unsers altsächsischen Idioms, den wir in der Folge nur noch theilweise aus dem Holländischen werden erklären können.«

Klöntrup, Dr.

[B] Der Herr Professor Dr. Rosegarten theilt mir so eben mit, daß er aus dem Klöntrupschen Manuscripte alles Wesentliche in sein Wörterbuch aufnehme; weshalb dasselbe auch für uns Westphalen ein berücksichtigungswerthes Werk werden dürfte.

[C] angemessen, würdig, werth.

An de gestrengen Heerens.

Ick rieke, wann de Finnenkiikers[1] düt Breefken liäset, dat se mi dann met Leiwe lauten[2] un mi to'm Minnsten nich alls to butt[3] un balstüürig[4] up't Fell kuomen schiölen; dann se kiönet'r uut sehnen, dat'k mi de Mööte nich verdreeten lauten hebbe, miine Schriiwerigge met mehr Lüüen düür to niemen, daar ick van uäwertüüget was, dat se de plattdüütske Sprauke un den aulen Bedriif[5] nowwe[6] kinnet. Un deswiegen steht düt Breefken hier, met der fründlicken Bidde, dat Jeddereene de düt of dat bieter weet as icke un de Annern, de ick frägt hewwe, 't mi bedierwe[7] in't Ahr flispern[8] un'r nich faarts sau'ne unwiise Raarerigge[9] van maaken wille, as de Wat[10] wual dooet.

Me plegt friilick wual to seggen: De sick anbaut, des Laun was nich graut; man'n ault Jeddewaart[11] segt auck: De'r dööt wat he kann, is werth dat he liewet ...

Miin leewe Muus!
Bist du to Huus,
Dann si sau nett
Un doo'n Trett,
Wann't ichtens[12] geht
Un di ansteht,
Na miinen Huuse.
Den Dokter Kruse
Un Westermann,
De auck dat Platt
Sau wat verstaa't,
De dreppst Du dann
Hier auck wual an;
Dann Du bist klööker
As ick; un Bööker,
De in de Welt
Uutdraawen[13] schiöl't,
De mot me rieken[14]
Vorhier besprieken;
Süß[15] gift 't all'nhand
'N Misverstand
Un dat is wiss'[16]
Herneigest miss[17]. —
Et gaa' Di wual!
Ick sitt' in'n Stall
Un kann nich kruupen,
Dann 'k heww'n Huupen
Van Seer[18] un Piine.
Ick bin de Diine.

[1] Finnenkiikers: (Finnen, eine Krankheit der Schweine) Finnensucher, fig: Recensenten.

[2] met Leiwe: in Ruhe.

[3] butt: unhöflich, unsanft, grob.

[4] balstüürig: ungeschlacht, unbändig.

[5] Bedriif: Betrieb, Hergang.

[6] nowwe: genau.

[7] bedierwe: sacht, sanftmüthig.

[8] flispern: flüstern.

[9] Raarerigge: Lärm, Geschrei.

[10] de Wat: Einige.

[11] Jeddewaart: Jedermannswort, Sprichwort.

[12] ichtens: irgend.

[13] uutdraawen: austraben, auslaufen.

[14] rieken: gehörig, ordentlich.

[15] süss: sonst.

[16] wiss': nicht wahr? ist's nicht so?

[17] miss: mißlich.

[18] Seer: Gebrechen.

An de günstigen Liäsers.

Geneegde Liäser! Seh't, hier bee' ick Jeddermann,
To Lehr' un Tiidtverdriif 'n lütken[1] Bidrag an
Un huape siekerlick, et schiöle sick gebüüren[2],
Dat Mancheen' in düt Book, 't si achter oder vüüren,
Wual Een of Ander sind't, dat em mich heel[3] misfällt
Un dat em Nauricht gift, wo't ehrdaags in der Welt
Togaunen is ... Dach wel de Schnurren nich mag liäsen,
De legg' se an de Siit', un stiäke siine Niäsen
In söcke Saaken, daar he leewer mag an ruuken,
Ick will'r mi vorwahr 't Haar nich üm uut luuken[4];
Dann'k weet, wel Bööker schrift, of wierket up den Wiegen,
De sind't de meesten Tiidt 't Volk to Spiit[5] geneegen;
Dat is de Moode sau, apart in uusen Daagen; —
Wo kann auck wual 'n Wierk der ganzen Welt behaagen?
Waar sind't me wual den Kack, de sau 'ne Brögge mäckt,
De Jeddermann gefällt un allen Tungen schmeckt?
Dach scholl'k de Frööde sehn, dat Ji düt goot upneimen
Un miine Breefkes hier un daar to Ehren kweimen,
Dann heww'k'n aulen Rock met ruume, griise Mowwen[6],
De b'öwe[7] ick vorwahr 'n Käären[8] man to klowwen[9],
Dann kümmt'r allebatt[10] wat Nigges vor'n Dag
Un kann auck drücket weer'n, vor den, de't liäsen mag.

[1] lütken: kleinen.

[2] gebüüren: zutragen, ereignen.

[3] heel: ganz und gar, gänzlich.

[4] uutluuken: ausreissen, ausraufen, ausziehen.

[5] Spiit: Spott, Hohn.

[6] Mowwen: Aermel.

[7] b'öwe: (behoewe) brauche, darf.

[8] 'n Käären: ein Wenig, etwas.

[9] klowwen: kratzen, reiben.

[10] allebatt: allemal, jedesmal.

Antwoort an miinen Fründ N. N., as he mi den Vorschlag e daun harr, met em na'n Baarendiike to gaunen un em, bi'n Schäulken Kaffe, wat van miine »Plattdüütsken Breewe, Vertellsels un Leeder« vortoliäsen.

Sau geer'n ick auck wual woll, de Dokter mag mi schlaunen!
Sau kann ick dach vorwahr na'n Baarendiik nich gaunen.
De siäl'ge Lazarus satt wual nich sau vull Piine
As ick in düsser Tiidt; 't is baule dat ick griine[1];
Dann baule tuck't't mi misfährlick in'n Koppe
Un baule priek't[2] 't mi as Süwwels[3] in'n Hoppe[4].
Kurzum, kurzam ick bin upstunds wat quiälk[5] un leige[6],
Wann dat nich wenner riss't[7], geht't wual met mi to'r Neige.
Dach träust' ick mi met Gatt, — vergatt de je 'n Düütsken?
Wen He nich ey'ken[8] will, den krigt He vor de Pütsken. —
Mag ick 'n Vorschlag doon, un 'k meen' he kiön' bestaunen,
Sau lat us, wann Du wult, na'n Muusenbörger gaunen;
Daar hümp'l'k na wual hen met miine lammen Schuaken[9]
Un Du weest sülwenst wual, de Muus kiön't Kaffe kuacken
De auck nich leige is ... — De Biergmannske in Ehren. —
Wat ducht di, schiöl' wi us daar Muaren es henkehren?
Daar kweim' ick na wual hen, met miine piil'ken[10] Schinken,
Willt nich met Springen gaun, sau gaa et dann met Hinken.
Man is't di nich to Kopp' sau donne bi[11] to kruupen,
Un most du dann p'rfass'[12] bi Biergmanns Kaffe suupen,
Sau stüür' mi man Bescheed düür diine aule Triine,
Dann kiön' wi je d'rnau, bi'n Glaase Beer of Wiine,
Up'r Muusenbuorg auck wual 'n Praus[13] bi Eene sitten
Un uäwer Haug' un Platt un Düt un Dat us stritten.
Wann di dat sau gefällt, lat mi de Tiidt bescheen,
Dann schall'r mi miin Suöhn' unner'n Aarme auck hen leen[14]
Un dann will wi den Schnack es na Gebühr düürplüüstern[15];
Ick riecke Fründ, du schast'r hen un wier bi schmüüstern[16]. —
Si man nich quaut[17], miin Fründ, üm düsse Saabeliggen[18],
Ick mot met Söckes wat mi Tiidt un Piin vertiggen[19].
De Annern sittet All' bi Tengens schwaaren Disken
Un ick bedrööw'de Schelm mot mi'r't Muul vor wisken! —

Osnabrück, den 18. Juni 1844.

I, i! — Nu fällt mi't in; vor niigentwintig Jahren
Üm düsse Tiidt harr ick 'r wual 'n Eed up schwuaren,
Dat'k auck wual sau bito 'n Daalschlag vor de Köllen[20]
Af anners[21] kriigen harr', as miine Fründe föllen.
Miin' Schülligkeit heww' ick'r redlick auck e daunen,
Daar heww' ick Breewe up, de kiön't'r vor bestaunen[22]. —
Uuse Hauptmann wöörd des schwaaren Daages Büüte,
De Cameraaden föllen mi to'r Siidte;
Man[23] den Jüng'sten dää'n se Nicks ... Ick leede[24] miine Helden,
Sau goot ick ichtens konn ... Met Rohm vor se to melden:
»Wual Jeddern den to'm Siege ick e föhrt,
Na hüüt' de Dank des Vaaderlands geböhrt.
«
(Up miinen Wammse hänkt nich vooren,
De Steern, daar Viele met stolzirt,
Afgliick he mi wual auck gebührd'
Un mehrmals to e luawet wooren....[25]
Je nu! — de Wüstheet[26] trüü vulldauner[27] Plicht
Is auck e noog;... des Teekens b'höft[28] 't nich. —)
Et is sau auck al goot.... Uuse Herrgatt si e priesen!
Ick frögge mi alldach, dat ick'r bi e wiesen
Un dat ick'r miin Fell auck nett[29] to hier e giewen,
Dat wi wier Düütske sind, de ruhig konnen liewen. —
Heww' ick'r auck de Piin un Pliiten[30] bi upsacket,
De mi al hen un wier sau röokelaus[31] anpacket;
Sau blift mi dach de Traust: Wann us de Kuulengriäwer[32]
'T leste Bedde ree't[33], sind alle Piine uäwer.
In miinen Sankbook steht: Heft di hier Naut e drücket,
Werst du in jener Welt 'r duwwelt vor beglücket. —
Wöör'k nich sau jeewe frisk[34] un fröhlick na van Harten,
Wöör' ick wual längst vergaun, vor allen Leid un Schmarten,
Un wöör' wual längst al duuk't[35] van alle Seer[36] in'n Liiwe
Un harr' den Dag nich sehn, daar ick düt Breefken schriiwe.
Dach kann me sick all'nhand wat uut'n Sinne schlaunen
Un hält den Kopp man risk, dann blift' m'r auck na gaunen. —
'T was'n stuuren Dag[37], 'n rechten Knuakenfiller[38],
Dann dat vergrell'de[39] Volk schlöög wunnerlicke Triller;
Se keiken gaar nich wier[40], de Saatans, waar se schööten.
Ji Rackers, kuomt es wier!... Se schiöl't ju bett[41] wual mööten[42]. —

Nauschrift.

Na Eeens: Miin leewe Fründ, fank nich faarts[43] an to schnawwen[44],
Wann miine Blaage di toviel woll vor rawawwen[45];
Du weest wo Kinner sind, de küür't[46] wat düür'n eene,
Dach manng'sens[47] wegt't 'n Pund un heft auck Kopp un Beene. —
Wann't di nich heel[48] misfällt, dann help em up de Fööte,
Dann heww' ick di auck leef, met dankbaaren Gemööte.
Wel up de Liiftucht[49] mot, den werd nich Viel tohaulen,
Wann he dann sülw'st Nicks kann, dann laut' he sick wat maulen[50]. —
Man ick verzaage nich ... Ick will'r mi to giewen
Un schriiwen vor as nau wat uut'n Minskenliewen;
Dat schall mi dann, met Gatt! den Kopp wual buawen[51] haulen,
Un de mi't dann afkaup't, will'k na Verdenste praulen.
Wann'k spüüre, dat't fligg't[52], doo ick't met Moot un Lussen[53],
Man weer'k'r met beöwt[54], will ick Ju bett wat prussen[55].

[1] griine: weine.

[2] priek't: prikkelt, sticht.

[3] Süwwels: Pfriemen.

[4] Hopp: Hüfte.

[5] quiälk: quälerig, unwohl, schwach.

[6] leige: übel, elend.

[7] nich wenner risst': nicht bald verzieht.

[8] eyken: liebkosen, an den Backen streicheln.

[9] Schuaken: Schenkel.

[10] piil'k: kränklich, schwächlich.

[11] donne bi: nahe bei.

[12] p'rfass: par forçe.

[13] 'n Praus: eine Weile.

[14] leen: leiten, führen.

[15] düürplüüstern: durchstöbern.

[16] schmüüstern: lächeln.

[17] quaut: verdrießlich, böse.

[18] Saabeligge: Geschwätz.

[19] vertiggen: vertreiben.

[20] de Köllen: die Stirn.

[21] af anners: oder anderswo.

[22] 'r vor bestaunen: es bezeugen.

[23] man: doch, indeß, blos, nur, aber.

[24] leede: führte.

[25] to luawet: verheißen, zugesagt, versprochen.

[26] Wüstheet: Bewußtsein.

[27] vulldaun: erfüllt, vollbracht.

[28] behöft: bedarf.

[29] nett: redlich, gutwillig.

[30] Piin un Pliiten: Schmerz und Beschädigungen.

[31] röökelaus: ruchlos.

[32] de Kuulengriäwer: der Todtengräber.

[33] 't leste Bedde ree't: das Grab bereitet.

[34] sau jeewe frisk: so leidlich frisch, munter.

[35] duuk't: erlegen.

[36] Seer: Weh, Gebrechen.

[37] 'n stuuren Dag: ein schwerer Tag.

[38] 'n Knuakenfiller: ein Knochenschinder; fig.: Strapatze, schwere Arbeit.

[39] vergrelld: erboßt, wüthend.

[40] wierkiiken: umsehen, zusehen.

[41] bett: (bis) ein ander mal, nächstens.

[42] mööten: entgegentreten, zurücktreiben, abwehren.

[43] faarts: gleich.

[44] schnawwen: auffahren, unwillig anlassen.

[45] rawawwen: lärmen.

[46] küür't: sprechen, schnacken.

[47] mang'sens: manchmal, oft.

[48] heel: ganz.

[49] Liiftucht: Leibzucht, Ruhestand.

[50] dann laut' he sick wat maulen: dann sehe er, wie er fertig wird.

[51] buawen: oben.

[52] fligg't: hilft, nützt.

[53] Lussen: Lust.

[54] beöwt: angeführt, betrogen.

[55] prussen: niesen.

Druckfehler und Verbesserungen.

Pag.4,Zeile12vonObenstattdal lies: »daal«
»7,Note7stattfort, lies: »fest«
»9,Zeile1vonUntenstattbrunket, lies: »bruuket«
»9,»4»Oben»schnien, lies: »schniien«
»12,»3»»»se, lies: »he«
»12,»5»»»sinen, lies: »sienen«
»14,»7»»»Putzeree, lies: »Putze ree«
»18,»5»»»an elegt, lies: »an e legt«
»22,»3»»»eenmaal, lies: »eenmal«
»25,c1»»»h m, lies: »he em«
»29,Note3»»»(bis), lies: »(bis
»31,Zeile11»»»schollt, lies: »scholl't«
»42,»5»Unten»ji, lies: »Ji
»43,Note3»»»Präbandebrod, lies: »Präbendebrod«
»48,Zeile6»»»Truanen, lies: »Truaaen«
»50,»11»Oben»stridden, lies: »Stridden«
»57,Note1»»»Hagetülße, lies: »Haagetülße«
»65,Zeile6»»»bäunen den, lies: »bäunen, den etc.«
»71,»2»»fehlt hinter wuöhntlick ein Comma
»71,»6»»»wual as, lies: »wual es«
»75,»2»»»heft, lies: »hebb't«
»75,»8»Unten»antragen, lies: »antragn«
»79,»9»»»Sldauten, lies: »S'ldauten«
»87,»12»»fehlt hinter nöömede ein Comma
»92,Note2stattConfostancia, lies: »Confortantia«
»93,Zeile14»Oben»haupe't, lies: »huape't«
»98,»3»Untenfehlt hinter lauten das »
»103,»3»Oben»to Jahr, lies: »To Jahr«
»103,»5»»»kwam bi, lies: »kwam ick bi«
»108,»9»»»de eene, lies: »de Eene«
»111,»4»»»Tiit, lies: »Tiidt«
»111,»12»Unten»bedriewet, lies: »bedriiwet«
»112,»3»»»Jue, lies: »Juue«
»125,»6»»»tüsken n, lies: »tüsken'n«
»127,»4»»»kan, lies: »kann«
»135,»8»Oben»Ümmestande, lies: »Ümmestände«
»139,»4der Noten von Oben statt achter sick na, lies »achter sick an«
»140,»4vonUntenstattäuwer, lies: »uäwer«
»150,»8»»»Schwiiene, lies: »Schwiine«

»Uut der Sprauke, uut 'n Liewent,
Sii dat Fruömde heel verbannt«

'T is mi al sint 'ner Riige van Jahren sau af un an düür'n Kopp e dwaalet[1], wat dach wual an'tleste uut uuser gooen, aulen, plattdüütsken Sprauke un Wiise weeren schiöle, de dach alle Beede sau leige[2] nich sind, dat me se sick to schiämen hewwe, un daar de grundgeleerde graute Schoolmester Friedr. Gedicke to Berlin vor langen Jahren al van schreif: »Ach wöör 'n uuse Lüüe dach bi'n Plattdüütsken bliiwen! etc.« Deswiegen heb 'k't auck nich lauten konnt, in düssen Bööksken allerhande Saaken düür to niemen, daar ick van wünske, dat se, sau Gatt un de Lüüe willt, 'r Aart[3] to bidriägen müügen, dat de aule Bedriif un aparte de deftige[4], trüühartige plattdüütske Sprauke nich heel unner de Fööte kweimen, un fange miine Wäärde met 'n Capittel vor Alle, dat het vor Buur un Börgersmann an.

Mogten de Landlüüe un Alle, den 't süß to kümmt, dach eere aule ehrlicke Moorsprauke nich heel verläugnen willen un fliitig gooe plattdüütske Bööker liäsen, dann schollen se wual insehnen, dat se 'r bieter anne dääen bi eerer angebuarenen natüürlicken Prauterigge to bliiwen, as sick'r met to elennigen[5], Hauge un Platt un auck wual gaar annere uutländske Tuutertaaterigge düür'n Eene to quaasken[6], dat 'ne vorwahr sau wunnerlick n lut[7], dat 'r 'n anner ehrlick Minske de'r 't Anlustern[8] van het, siin Schmüüstern[9] nich bi lauten kann un dat se sick faaken[10] sülw's auck wual nich verstahet un sick alle in Eene hen fraugen miötet: Wat siäest du daar? Wo hett dat? Wat verstehst du unner de niggelken[11] Wäärde? u. s. w. Ick rieke[12], 't schiöle auck na wual wier in Upnahme kuomen, just sau goot as unner de Vorneimen hüüt to Daage de aulen Mooden nich sawual in 'n Tüüge alleine, as auck in 'n Huusgeraae, Stöölen, Schäppen, Schreenen etc. wier vor'n Dag kuomet. Dann wann me de Afbeldungen van de hunnertjährsken Antke-Aulen süht un de jetzige Kleidaage 'r tiigen hält, kümmt 't baule nett[13] uäwereens wier uut un söck ault Huusingedöönte[14] werd upstunds uut allen Hööken[15] un Rumpelkaamern nau e socht un sau unwiise düür betaalt, dat 'k mi wual wünsken mogte, dat'k 'r man 'n Paar Heu-Balkens van vull liggen harre; dann woll 'k vorwahr wual 'n riiken Keerl weeren un den besten Buuren fraugen: Wat wullt du vor diine Stiie[16] hebben. — Dat heetet se den Rokokko-Geschmack. — Wann me se dann in eere aulen Dragt, man[17] sünner Puuderköppe un Zöppe in der Nacken, de se sick dach schiämet, in de aultfränksken Fuulstööle[18] sitten süht un häär't se daarbi, das zarte zimperzierliche Hochteutsch sprieken, dann fallet eene de Aarm's an'n Liiwe daal, dat me nich weet, wat me 'r to seggen schall. 'T liik't[19] miiner Seele auck nett tohaupe, as Fuust up't Auge un Rüüter up de Suugen; dann schall de Rokokko vullstännig sien, sau häärt'r, schlau mi de Donner! auck' ne riekene Schnuut' vull echt ault Plattdüütsk to, süß is un blift 't alldach man 'ne halfböördige[20] Geckerigge.

Ick, vor miinen Kopp, kann nich anners ordeelen, as dat 't Plattdüütske 'ne leeflicke, trüühartige, bidoon'ske[21] Sprauke vor alle dejenigen sii un bliiwen miöte, de se recht binnen hewwet un begriipet; de sick auck jüst in eerer aulen, reggenen Natüürlickheet un unverfälskeden Wiise, un anners nich, vor de ehrlicken Düütsken up 'n Besten schicket; un dat heb't 'r upstunds mehr klooke Lüüe insehnen, deswiegen giewet 'r sick de Gelehrden auck met Macht anto, dat se se geeren wier up de aulen Hacken bringen willt. Dat is na miinen Begriepe auck nütte[22] un goot, dann ick mot liike uut[23] seggen, dat 'n Buuren dat Nauaapen un aparte de hüütige wunnerlicke, verfumfeyede[24] Mengel-Küürerigge nich 't minnste kledt.

Sau vertellde mi kortens 'n Buure, de't in 'n Koppe harr, as de Gaus in 'n Knee un bi Geliegenheet auck geeren grätts'k doonen[25] mogte, dann he was 'r hauge anne un was Kierken-Pr'viiser[A] de Geschichte van Münchhuusen, as he es uäwer'n Schnei reit, de sau hauge fallen was, dat alle Hüüser 'r unner begraawen wöören, up half Hauge un half Platt... Dat hedde sau: »Münchhausen gunk es in 'n Winter uff Reesen, as 'n gewaltig hoger Schnei gefallen was, dann her[26] was von 'n guter Freund to 'n'r freundschaftliken Supfen inviteert, nett as ich heute auck bei Sie. Her reit un gallopierte alle in eine hin vuörwes, abers her kunnte unnerweggens gaaraus keen Dorf un auck nich es ein enkelt Haus andreffen, daar her inkehren dääte. Anzuletzte sag her 'n Paul[27] aus den Schneie kiiken; solcher Paul was abers nin Paul, sondern 'n Kirchzurm. Her steig von siiner Miären ab un gedachte, daar kannst du se wual 'n Bisken an binden. Solches daat her un legte sick'r nebens daal un vertiärde sein Fruhstuck. Man mit des funk das Pierd an to strunssen, dat der Schnei anfung ßu schmelten un der schmolt sau lange, bis der Heer von Münchhausen, de über das Essent und Drinkent ingeduuselt was — dann her soff sehr, as Sie wisse wol bekannt sein wird — unter bei die Kirchen achter die Geerkaamer[28] bes uff die Grund daalgesacket was un uff die kalten Steene lag. Als her ufwachte, reibte her sich die Augen un sochte sein Ferrt, man als her die Miäre buawen an 'n Kirchzurm hangen sach, besunnte her sich nich lange, zaug 'ne geladene Scheetbestollen aus 'r Tasken un schaut met'n Schnappe das Ferrt 'n Halfter bei'n Koppe ab, daß es an de Grund daal störten mußte, un daar bleibte her mit seiner Miären beliggen, bis der Schnei zuhaufe geschmolten was, daß her fortan reiten konnte. Sein Ferrt dat was so'n kiddelig Aus[29], dat sich nich gerne uffsteigen ließ und sich jümmeran eerst uff die Achterbeene[30] stellen däät, wenn her uffsitzen woll. Dann mußte her es allemal erst gute Woorte geben un sagen: Tüs, tüs[31], Wittfoot! stelle dir man nich so nabel an, züüf[32] doch 'n Bisken un gönne mich doch den Verwank[33], daß ich 'r eerst uff n komme, un wann her 'r dann anzuletzste uff n saß un 's wollte sich noch nich ßugeben, dann daskete[34] her es seinen Branntwiens-Buddel schwisken die Ohren kaput; man wann her dann herneigest 'n Tag[35] aus der Pullen duuen wollte, fung her ganz röökelause met das arme Ferrt an ßu schelten, daß her nu keinen Schluck mehr hatte un dann kiddelde her es met die langen Spuaren so unbarmhartig in de Ribben, daß es, will ick Sie versiekern, vor Straffe abers auch so lange in eenen Galoppe laufen mußte, bis her an 'n Werthshaus kam, daar her stille höölt un seine Gallen mit 'n farssen Drunke daal[36] spolde etc.«

Nu segget es uprichtig, wo lu't[37] Ju dat? Man se kiönet 't hen un wier nau na bieter, aparte wann se 'r auck na uutländske Bröckskes met tüsken[38] raaket un dann versteht me 't eerst recht nich.

A jas! a jas![39] is dat auck wat vor 'n ächten Düütsken? Bliiwet dach Düütske un vor Allen bi Juuer gooen aulen, ehrlicken plattdüütsken Moor-Sprauke[40]; dat annre, un aparte de uutländske Niggelaut[41], kledt Ju nich un häärt'r auck nich to, wann Ji den trühartigen Buuren nich stump[42] verläugnen willt.

»'n Aape is un blift 'n Aape, un drööge he auck siidene Schliepkleer un goldene Kiien un Spangen.«

»Sett't me 'ne Pogge auck up 'n golden'n Stool,
Se sprinkt alldach wier in den Pool.« —

Willet mi abers daaranne nich misverstaunen; dann geeren bin 'k't Ju günn't, dat Ji allens Nigge, dat Ji vor goot erkinnet un dat Ju, wann Ji't eerst met Verstande uutprobeert hewwet, to Passe kümmt, auck anniemet. De Welt rägt sick in allen Deelen, se will vuörwes un se mot auck wiider; man daarbi kann't alldach goot bestaunen, dat Ji Aaperigge un unkledsaame Bibärigheeden[43] achter lautet, de Ju antleste de Köppe verdregget.

De Kierkenp'rviiser was alldach 'n allerwelts Keerl un satt aller Schnurren vull un konn 'ne ganze Sellskup alleine met siine schnaaksken Tuäge[44] upmuntern. Wann he half beschonken[45] was, schüddede he se een na'n anner'n uut'r Mowwen un kwam 'r alle sau putzig[46] met vor'n Dag, dat me alle wisse weg[47] in stännigen Lachen bleif.

Wer in uuser Giigend bekannt is, weet dat se hier Schwartbraud backet, dat de Uutlänners Pumpernikkel heetet, daar de Buurenwichter de schäunen, schneihaagelwitten Tiäne van hebbet un dat in allen Weltdeelen van de Vorneimen met Lickemündkes as de söötesten Kooken gieten un sagaar van Ossenbrügge in bleckernen Kistens na Engeland, Brasilgen, Amerika, na de Hanaakenvölker u. s. w. schicket werd. Sau'n Braud, dat uut gruawen Roggenmiäle backet werd, daar se hen un wier, aparte in düüren Tiien, auck wual Haawern- un Tiecke-Baunen-Miäl[48] to settet, is wual twee, dree Foote lank un breet, un 'n Foot of annerthalf dicke un wegt insgmeen vertig bes füftig Pund. Wann 't ordentlick gaar uut e backet is, heft 't elendige harte Kosten un is nietske[49] ungemackelk to schnieen, dat'r vorwahr wual 'n reselut Mest[50] un'n farssen Keerl[51] achter häärt, wann 'r 'n Palten[52] af e kläwt weeren schall. Nu is't de Moode bi'n Buuren, dat, wann se an'n Disk gaaet, unners dat Lütke-Maaged vorbiäet, — daar bito et de schnoopsken Fierken-Suugen auck wual es 'n Holsketrett in de Ribben gift un 'r Schwö, schwö! bi seggt, — dat graute Maaged de Beckens vull schleit[53], un de Moor 't Fleesk indellt, de graute Knecht dat Braud vorschniien mot. De settet dann den lüchtern[54] Foot up 'n Kloß, nimmt dat Braud up't Knee, legt 'r sick met 'r Bost tiigen, packet dat schaarpe, bree Mest n twas un wisse[55] met'r Fuust un ritt met aller Macht van 'n büütersten Ende bes na'r Bost to düür dat Braud, dat he'r glatte, talldicke[56] Schniien van krigt un stiönet un seggt 'r he! bi, as wann he 'ne hunnert Punds Ramme to regeeren harr. De Moor sitt allewisseweg, 't Becken up de Knee, bi 'n Potte un frägt 'n biilings[57]: Himmännken, is't Becken liig? Auleed, lüstet[58] di na wat? Geerd, schall 'k'r di na wat in doonen? bes't het: Jau, ick woll 'r na wual 'n Schlart[59] in hewwen, sauwiit as't schieterig wiesen is; ick auck; vor mi auck na 'n paar Schnuut' vull; bes se alle vulldaun[60] sind; de Leste krigt't Sööteste, 't Pottschräpsel, met in 'n Kaup, dann de Buuren lautet niks ümmekuomen, un dann mag in unseligen[61] Hüüsern de Suuge wual driisten wier n kuomen un den Pott ungestraffet vordan reggen licken ... Schwiinefoot's lütke Stöfferken faund es wat in siinen Mööskenschaarte, dat he nig kinnede. He lööp'r met na der Inschläunersken[62] un fröög wat dat wual wööre; man de harr't to drocke[63], as dat se tokiiken konn un siä, 't si wual aart Anback. Moor siä de Junge, heft Anback auck Fööte? Man dau wöörd he anschnawwed met »Jackhals, halt 't Muul! Anback schmeckt sööte.« Dann, mende de goothartede Junge, moste he 't wual der aulen Bessemoor[64] bringen, de he geeren alle 't Sööteste un Lickmäutigste[65] tohiegede. He packede 't met spitzige Finger an un taug 'r 'ne breetpanzede[66], schmoorde Ütze[67] bi 'n Achterbeenen uut.

Wann de Lustigmaaker an den Veerhachtiidts-Gasteriggen[68] bi miinen siäligen Vaar to Diske satt un de schmööen Priemtroggens[69] un Krintenstuuten in Kurreln[70] schneit, föllt em allemal in, dat siin Antkevaar[71], es 'n Knecht hatt harr, de up 'ne wunnerlicke Wiise van'r Welt kuomen wööre. De Knecht harr auck es 'n hartkösterig[72] Braut anschniien wollt un'r siin Mest nütte to wettet[73] un den Foot up'n Fäskegrund[74] vor 'n Kohstalle settet hatt. As he follt harr', dat de Koste unwiise hart si, harr' he'r bi in de Fuust e spigget, dat he farsse ansetten woll; man he harr'r auck met Ens sauviele achter daunen, dat he sick faarts bi 'n eersten Tuage sülwest in eenen Rattse[75] midden met düür schniien harre, sau dat de buäweste End van 'n Knechte, met 'n Meste in der eenen un met'r Braud-Schniien in der annern Hand, voruäwer in den Kohstall stärtet un de Eesend up'r Diälen liggen bliiwen wööre. Sintdessen wööre 'r Befell e kuomen, dat de Braudschniiers jedesmal 'n hölten Brett vor de Bost setten schiölen, dat'r söck Unglücke nich wier vorkuome.

De wiise Köster woll't em abers siin Liewe nich recht to gläuwen un siä: Nu lüüg Du un de Düüwel! Man wat'n Buuren van siinen Vorfahren vertellt is, dat lät he sick nich baule uutseggen un dann tiärgeden[76] sick de Beeden, bes miin siälge Vaader 'n toproostede[77], un 'n met'n sööten Drunke 't Muul stoppede. Dat harr he in siinen jungen Jahren in 'n Klub to Minden leert, waar damauliger Tiidt de gooe Bruuk was un auck nau na wual sienen mag, dat, wann sick 'n Paar in der Sellskup vertöörenden un nich naulauten wollen sick to kibbelkawweln[78], de Presidente 't Glas nam un Proost! siä. Wann se dann na nin Gemack haulen wollen, wöören se'r tohaupe uut e daunen.


Wer ichtens tüsken den Buuren waaget un 'r in Verkehr met staunen heft, de schall wual baule to der Insicht kuomen sien, dat de Landmann faarts 'n bieter Totrüwwen to Denjenigen faatet, daar he sick up siine gewuohnde Wiise met behebben kann. Un wo maanig Verhältniß in der Welt is'r nich na bewennt, dat 't goot is, wann me sick met allen Lüüen faarts stellen, un se met'n Mundvull Wäärde, daar se nich lange bi to booksteveeren un to jahnen bruuket, totrüwwesk un bidoonsk e maaken kann. —

Dat 't vorwahr allmanngsens auck mislick is, wann Männer deren Beroop 't met sick brinkt, dat se met 'n Landmanne ümme gaunen miötet, nich saviel Platt verstaaet, dat se sick verständlick maaken kiönet, daar dann leider Gattes allerhande Vorfälle uut entstaunen kiönet, de auck wual es leige uutloopet, kiöne Ji uut düsser wahren Begiiwenheet afniemen.

'N Buuren Schniider harr van den vielen Krummsitten, dat he kortens daun n harr, dann't gönk na Wihnachten to, dat he viel to doonen harr, saune unwiise Hartliiwigkeit e kriegen, dat'r vor alle Gewalt Nicks mehr rissen[79] woll un he gaar nich mehr achter der Nauteln sitten konn. An'tleste, as he sick vor Wehdaage un Kniipen in'n Kalduunen stump[80] nich mehr redden konn un alle in eene hen joolde as 'n Meybolze, siä siine Aulske, de 'ne al lange vergiiflick allerhande Huusmiddel, as Waarmölge[81], Tuunrööwen, Siemesbliär, Liinölge, un sagaar Piipenlüllsel[82] in e giewen harr: Ick haule'r vor, Jan-Hierm, dat du dach man na'n Dokter löppst un läst di wat upschriiwen, ehr dat du stump[83] van Unner to gehst.

Jan-Hierm nam den Raut an un as he bi 'n Dokter kwam, klaagede he em siine graute Naut un Unsachtigheet; man de mende, dat woll he na wual ens wier läs stuackern. Ich werde Euch Etwas aufsetzen, das laßt Euch auf der Apotheke geben und handelt genau nach der Vorschrift, wie es auf der Signatur zu lesen seyn wird. Ihr könnt doch lesen, sonst will ich Euch sagen, daß Ihr von der Mixtur, die Ihr bekommen werdet, alle zwei Stunden einen Eßlöffel voll nehmen und damit fortfahren sollt, bis Wirkung erfolgt. Seyd mäßig im Essen und haltet Euch warm. Nehmt allenfalls auch ein Pfund Pflaumen mit, die machen Euch inwendig geschmeidig und helfen der Medizin in ihrer Wirkung nach. Habt Ihr mich wohl verstanden, so gehet mit Gott, ich hoffe dies Mittel werde Euch Erleichterung verschaffen; sollte es aber nicht der Fall seyn, so kommt nur wieder, dann werde ich Euch noch etwas Kräftigeres verordnen, denn ich kenne Eure Natur noch nicht genau.

Ganz goot, Heer Dokter, ick bedanke mi auck eerst, siä de Schniider; wann Se es wat to neggen hebbt, dann günnen Se mi dach auck es wat, ick will't Se jüst sau goot maaken, as de beste Arrewant van Pariis (arrivant de Paris), un gönk na'r Apteeken un lööt sick siine Meddeziin torechte röören. As de Pillendregger en afferriget harr, lööp he na'n Huäcker un födderde sick 'n Pund Floomen[84], dann dat harr he uut 'n Dokter siine Wäärde verstaunen un konn't je auck nich to bieter wieten, dat de Dokter 'r Pruumen[85] met e ment harr, as he siä, die machen Euch inwendig geschmeidig; daar moste he dach absluut wual Schmier af Fett unner verstaunen hebben, dann dat glitt goot un wat is 'r wual schmieriger un schmiidigender als Schwiinefloomen?

As he wier inne was, nam he faarts 'n grauten Liepel vull van der Meddeziin in, man de gönk em twas[86] düür'n Hals un he vertröck 't Gesichte, as wann he Raamenroot[87] in't Muul kriigen harre, man he fratt'r auck gliiks dat heele Pund Floomen achter nau. As he dat 'n Praus[88] bi sick hatt harr, fönk't em an to ramenten in'n Liiwe, as wann he'r 'n ganz Regement Poggen inne harre un met ens gaf sick de Natuur läs, dat he anners nich 'n wende, as de Dokter harrt 'r up an e leggt, dat he sick faarts ganz weg lasseeren schiöle; man 's annern Muarens was he wier up de aulen Hacken, dann he harr 'r Luft na kriigen un mende, dat si dann dach 'n heelen Meister van 'n Dokter, as 'r in ganz Engeland wual nin Bietern to fiinen sienen mogde. He lööt de Meddeziin staunen un dachte, de kanst'e in Fall der Naut, wann't di wual es wier sau tostäuten scholl, na wual ens wier bruuken.

Kort 'r nau kwam den Schmedt in 'n Duarpe auck saune Plauge up'n Balg. As den Schniider dat to Ahren kwam, siä he: Kasper, daar will 'k di wual gawwe[89] wier met torechte helpen. Kumm man met mi, ick hewwe na van der Meddeziin wat staunen, de mi de Dokter lest up e settet heft, as ick't jüst sau harr as du't nu hest; daar will'k di 'n Liep' vull[90] van doonen[91], mehr bruukest du nich; man du most di auck 'n Pund Floomen haalen lauten, de schluckst du'r dann faartsens achter in un dann schallt'r di uut gaunen as uut'r linnenen Schatthuasen[92], segg'k di man.

De Schmedt dää as em de Schniider seggt harr, man de wöörd na dat Middel sau unsachte un leige[93], dat se man Hals uäwer Kopps na'n Dokter loopen mosten. As de kwam, fröög he: Aber mein Gott! was geht hier vor, lieber Meister; was habt Ihr begonnen? Dau anwerde de Schmedt, he harr' man eenen Liepel vull van de Meddeziin nuamen, de lestens den Schniider faarts sau goot e holpen hewwe un dat Pund Floomen harr he 'r auck achter up e settet, man em wollt' aparte Nicks nich e helpen.

Was versteht Ihr unter Floomen, fröög de Dokter. De Schmedt tröck sick 'n paar Mal un harr jüst na saviel Tiidt, dat he 'n Dokter anwern konn: Schwiinefett. Dau jappede he na ens un Schnapps! was de leste Aum[94] 'r uute.

De Dokter schlöög de Hänne uäwer 'n Koppe tohaupe un rööp: Wie ist's möglich! Wie hat der Schneider mich so mißverstehen können, da ich ihm doch deutlich sagte, er möge sich ein Pfund Pflaumen kaufen. Man de Schniider, de'r just up to kuomen was, as de Schmedt verendede, moste sick na up't Meeste wünnern un as he den Dokter den T'saamenhank uut'n Eene[95] settet un em seggt harr dat he nich anners verstaunen hewwe, as dat he em Floomen verorneert hewwe, un dat Dat, wat he Pflaumen nömmt harr, bi eer Aart Lüüen Pruumen hedde, siä he: Nu kann me dach seh'n, dat 'n Schniider, vor sau licht me 'n auck hält, alldach na 'ne taubästigere[96] Natuur n heft, as 'n Iisenfriäter van 'n Schmedt.

Düsse Dokter gönk in sick un leerde na up siinen aulen Dag Plattdüütsk un bestönd'r auck uppe, dat alle siine Kinner 't auck leeren mosten, dann he mende, me kiöne nich wieten, in wat vor Ümmestände de in eeren Liiwen kuomen kiönen un sint dessen is em sau'n bedrööwet Misverständniß auck nich wier vor e kuomen.

Leeret dach Alle Plattdüütsk, de Ji van 'n Buuren liiwen, of'r tüsken wanken un waagen[97] miötet; dann daar vergiewe Ji Ju na Nicks miie un kiönet 't met Rechte un gooen Gewieten auck wual nich es verlangen, dat se Ju to Gefallen Haugdüütsk leeren schiölen, daar 'n aparte van Natuur de Bill[98] nich na steht, un giiwen Ju 'r na wual Geld to, wann se Ju nich es verstaunen konnt hebbet.

De siälige graute Twankmester, Keiser Napoligum, de Förstenkinner böstede un Böstenbiiner förstede, konnt' je nich es ree[99] kriigen, dat de Buuren met siine S'ldauten fransk sprööken, un he most'r sick kristlick in e giiwen, dat wi vor as nau bi uuser eerlicken plattdüütsken Moorsprauke bleiwen. Man wat se hebben wollen, wüsten se alldach wual to kriigen un wollen 't Eene auck wual baule begriip'lk maaken. Wann se tom Bispell 'n wacker Wicht säugen, siäen se man »vor di vor mi« un faarts was de Putze ree; abers't gaf hen un wier dach auck wual es 'n Misverstand.

Eenerwieges födderden se es soupe de poules. Man de Weert de siinen schwarten Puudel, den he siine leewen Wüörmkes to'n Vermaak[100] un vor Tiidtverdriif sau bito allerhande Kunststückskes leert harr, vor 'n Düüwel nich geeren missen woll, mende, 't wööre'r wual liike nau[101] un se schiölen't sau baule wual nich mierken, wann se den aulen Spitz bi'n Hals kreigen un'r Puudelsuppen van kuakeden. As se de Suppen vor sick harren, föngen se an to tuutertaatern un to fuutern, dat de Aulske sau'n Eesen[102] un Hartebiiten[103] kreig, dat se eeren Mann rööp un grein[104] un siä: Wi aarmen, unglücksken Kinners, nu will't us grundlause leige gaunen, dat wi de Keerels sau bedruagen hebbt; wel scholl sick daar auck wual vor höt hebben, dat se söcke fiine Tungen harren, dat se't faarts schmicken konnen, dat 't man 'ne Suppe van 'n witten Spitze si; me scholl dach seggen, 'n Rüüe si 'n Rüüe un de schmickeden wual sachte auck uäwer eene. Du most den Puudel auck man to'r Läär[105] e giewen, sau nääe[106] du 'ne auck wual missen wullt, dat de vergrelleden Kerrels sick man wier togiiewet, süß sin wi'r na wual unglückelk met in 'n Huuse, dann se roopet ganz düütelk, dat 'k't goot verstaunen kann:

Madame! bien vite, des épices à la soupe.
Verdammt! 'n witten Spitz in der Suppen.
Hola, vilain bougre d'hote, cela va sans dire:
Hallo, wi willt'n Buuren daut schlaun, dat Zankdier
point de repas sans beurre et fromage. Mort de m'amie!
. . . . . du Riepaus van 'n Buuren eegest wat in to Maarse un de Moor miie.
de la vieille bière lucide encore et puis-ça de l'eau de vie.
Wi willt den Bäär de Ahren luusen un pisacken'n met Luaaen[107] un Wiien[108].
Avez vous compris icelles?
Begriipe ji dat, ji Iisels?

Vor de Schniiders haule ick 't met 'n Dokter L . . . . . goot, dat se meestig all tohaupe graute Leefhebbers van 'n Danssen sind; dann van de Bucksprünge, de se daar bi maaken miötet, gaaet 'n de tohaupe kniäeden Kalduunen af un an dach es wier uut'n Eene.


In der Rankordnunge kümmt № 6 de Baa'moor[109] vor. Daar fällt mi auck wat bi in.

Miinen eersten Vadderstand[110] most' ick miinen F'rier[111] to Gefallen doonen, de, as wi uut Franckriik wier trügge kuomen wöören, gliiks, as Viele Annere auck, siine aule Bruut wier upsogte, de em trüü e bliewen was, in 'r Wiil eer unnersdessen nin Anner'r kuomen was.

Se kräupen auck baule bi eene, un as de eerste Junge kwam, harr de F'rier de Leewde to mi, dat he mi to'n Vadder bidden lööt.

De Baa'moor siä mi de Frööde an, man ick was ganz unerfahren unner söcke Saaken, dessenthalwen fröög ick dat aule Wiif, wat ick'r eegentlick bi wahrtoniemen harre? Dau kreig ick to'r Antwoort: Dat is sau lästig nich, Heer Lüütenant, un 'r sind nich sauviele Ummestände bi, as de wat[112] wual meenet. Kuomen Se man 'n Sönndaage Muaren bi[113] elwen Uhren na'r Kierken, dann willk'r mi na inrichten dat 'ck'r 'n Trett eher met'n Kiinde un met'n Steertvadder[114] auck bin un will Se vor der Klocktaarens-Düüren afwachten. Den P'stooren hebb 'k all Bescheed to stüürt, dat'k geeren 'n Kiind kasselt[115] hebben woll un 'n vorneimen Vadder metbrachte; dann wann dat de Fall is, mot'k't em alltiidt tovüüren to wieten doonen, dat he'r sick 'n bieten anners met siine Wäärde na inrichten kann, as 't bi'n gemeenen Manne näudig is. De schall'r dann auck wual to rechter Tiidt sienen. Dann triäe wi tohaupe in die Kierken na'n Füntelsteene[116] un wann de P'stoor 't Teeken gift, dat de hillige Handelunge läs gaunen schall, dooe ick Se dat Kiind up de Aarm's, dat Se 't 'n P'stoor tohaulet. Man Se schiölet sick jau nich verfehren[117] wann 't vellichte an to schreggen un to spalkern[118] fänkt, wann't sick dat Suckerpüppken wual uut'n Munde mümmeln mogte, of wann 'k em dat Müssken van den naakeden Koppe riite un de P'stoor 'r em dat kaule Waater up güt, dann 'k hewwe faarts wual mierket, dat 't 'n kritzigen, gnatzigen[119] Soldauten-Jungen is, daar de Aulen na wat met to beliewen kriigen kiönet.

Man dat was 't eegentlick nich wat 'k geeren van den aulen Wiiwe wieten woll, deswiegen fröög ick wiider, af ick nich auck Geld wieten möste? Dat schiölet Se je wual sachte to bieter kinnen, siä de riäterige Saabeltriine[120], dat de Geestlicken Nicks ümmesüß n dooet un dat'r nin Minske sünner Betaalen up of van der Welt kümmt. Ick dachte se scholl mi faarts düütlicker bescheen, wat ick to offern harr, man daar woll se van sick sülwenst nich recht met vor 'n Dag; deswiegen bat ick se, se mogte 't mi dach met'n paar Wäärden Riige bi Riige toseggen, dann woll 'k 't mi upschriiwen, dat 'k 't nich vergeite. Dau kreig ick abers wat to häären, dat 'k'r mi baule vor verfehrt harre. Se un de P'stoor siä dat unnewietene[121] Wiif, göngen in eenen Rank un dann de Köster un 't Aarmenbecken, un wann'k eer un den P'stoor jedder'n wual 'n Spetzigesdaaler geiwe un den Köster un 'n Aarmenbecken jidder 'n halwen Kroondaaler, dann konn 'k'r wual sau schickelk met bestaunen, un dann kreige ick van Uänern in'n Dööpelhuuse auck 'n lecker Schäulken Kaffe, daar nine Sigurgen to wöören, met Suckerkringels un Krintenstuuten, saviel as mi man lüstede, un wat 'k daar dann der jungen Kraummoor[122] vor verehren woll, dat stönne ganz in miinen Gefallen.

Gatt's duusend Süüke! dacht ick in miinen Sinne, dat is de Dokter schlau, dann dach wual 'ne uutverschiämde, inbellske[123] aule Hexe van'r Baamoor, de wo nich mehr, to'm minnsten dach jüst sau viel sien will, as de P'stoor. Man 't kostede mi alldach miin Geld, nett[124] as se 't mi vor seggt harr, dann 'k woll mi van der leigmuul'den Flaarschnuuten nich geeren wat nau driiwen lauten; un 't Leigeste was na buawen batt[125], dat 'k 't vor düsse eene Keer[126] faarts sau goot inerichtet harr, dat de grappsgierige[127] Draake mi nau den düssen, alle Niäsenlank in'n Huuse leig un mi to'n Vadderstande näudigede, bes 'k'r dann dach an'tleste 'n resoluten Grentel[128] vorschauf, dat se mi nich bett kuomen doste[129], dann 't aunde mi, dat se't'r nett up an e legt harr, dat se mi met anner Lüüe Blaagen alle miine Kroondaalers afgäusken[130] woll, dat 'k to leste man met'n Stanke rüümen[131] un met'n witten Stocke uut'n Lanne loopen konnt harre.

Der Kraummoor gaf ick auck 't Eere[132] un luawede[133] bito vor den Jungen bes 'n Uutspriöke[134] alle Jahr to Wihnachten 'n K'rintenstuuten uut, daar 'n dicken Daaler in e backet sien schiöle, daar ick auck eerlick Waart unner haulen hebbe; dann miin Luatelwaart is alltiidt wiesen: Metdeelen un Baate giewen aarmet nich[135].

'N Schwiin knüffket[136] na wual, wann me em entmodt of vorbigeht; man de unbeschufte[137] Junge heft 't mi van siin Liewedaages nich es met 'n bittersten[138] Waarde Dank e wüst. Je nu! Lat 'ne 'r met loopen; he schall de Welt na wual es kennen leeren.

Jan, wult du düür de Welt,
most du di schmiigen un büügen.

[1] dwaalen: irren, umherirren.

[2] leige: schlecht.

[3] Aart: Etwas, einigermaaßen.

[4] deftig: kräftig, stark, heftig.

[5] elennigen: elend machen, abquälen.

[6] quaasken: läppisch, ungereimt reden.

[7] lut: lautet.

[8] Anlustern: Anhören.

[9] Schmüüstern: Lächeln.

[10] faaken: oft.

[11] niggelken Wäärde: sonderbaren Worten.

[12] Ick rieke: ich denke, halte dafür.

[13] nett: ganz, eben, genau, gerade.

[14] Huusingedöönte: Hausgeräth.

[15] Hööken: Ecken, Winkeln.

[16] Stiie: Stätte, Bauergut.

[17] man: aber, doch.

[18] Fuulstööle: Lehnstühle.

[19] 't liik't: es paßt.

[20] halfböördig: unächt, verbastardet, unvollkommen.

[21] bidoon'ske: zutrauliche, anschmiegende.

[22] nütte: nützlich.

[23] liike uut: gerade heraus.

[24] verfumfeyede: vernachlässigte, verdorbene.

[25] grätts'k doonen: großthun, prahlen.

[26] Das gewohnte »he« verleitet den Landmann, wenn er hochdeutsch sprechen will, dazu, dem »er« ein h vorzusetzen.

[27] Paul: Pfahl.

[28] Geerkaamer: (Geräthekammer) Sakristey.

[29] kiddelig Aus: kitzliches Aas.

[30] Achterbeene: Hinterbeine.

[31] Tüs, tüs!: ruhig, stille, sachte!

[32] (züüf) tööf: warte.

[33] Verwank: Gelegenheit.

[34] daskete: drosch.

[35] Tag: Zug.

[36] daal: herunter.

[37] lu't: lautet.

[38] tüsken: zwischen.

[39] A jas, a jas!: Pfui, Pfui!

[40] Moorsprauke: Muttersprache.

[41] Niggelaut: das Neue, Ungewöhnliche.

[42] stump: gänzlich.

[43] Bibärigheeden: Albernheiten, Fratzen.

[44] Tuäge: Aufzüge.

[45] beschonken: berauscht, angetrunken.

[46] putzig: schnurrig, lustig, possierlich.

[47] allewisse weg: in einem fort, beständig.

[48] Tieckebaunen Miäl: Pferdebohnen-Mehl.

[49] nietske: sehr, tüchtig.

[50] Mest: Messer.

[51] 'n farssen Keerl: ein starker Kerl.

[52] 'n Palten: ein Fetzen, Schnitte.

[53] de Beckens vull schleit: die Näpfe füllt.

[54] lüchtern: linken.

[55] 'n twas un wisse: queer und fest.

[56] talldicke: zolldicke.

[57] 'n biilings: der Reihe nach.

[58] lüstet: beliebt, gefällt.

[59] 'n Schlart: ein Klacks, Haufen.

[60] vulldaun: satt, gesättigt.

[61] unseligen: schmutzigen.

[62] Inschläunerske: Aufgeberin.

[63] drock': eilig.

[64] Bessemoor: Großmutter.

[65] Lickmäutigste: was weich, zum Lecken ist.

[66] breetpanzede: breitbauchige.

[67] Ütze: Kröte.

[68] Veerhachtiidds Gasteriggen: vier hohen Festtags-Schmäuse.

[69] Prie'mt'roggens: Präbendebrod, eine Art weißes Roggenbrod in Westphalen.

[70] Kurreln: Rollen, Scheiben.

[71] Antkevaar: Urgroßvater.

[72] hartkösterig: hart von Rinde.

[73] siin Mest nütte to wettet: sein Messer tüchtig dazu geschärft.

[74] Fäskegrund: Riegel- (Gitter) Grund — (Faschinen).

[75] in eenen Rattse: mit einem Risse.

[76] tiärgeden: zerrten, neckten.