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Die gefesselte Phantasie
Original-Zauberspiel in zwei Aufzügen
von Ferdinand Raimund
Erstaufführung am 8. Jänner 1828 im Theater in der Leopoldstadt
ferdinand raimund "die gefesselte phantasie"
Personen
apollo die poetische phantasie hermione, Königin der Halbinsel Flora affriduro, Oberpriester des Apollo vipria, arrogantia, die Zauberschwestern distichon, Hofpoet muh, Hofnarr odi, ein Höfling ein dichter amphio, Hirte der Lilienherde nachtigall, Harfenist aus Wien ein fremder der wirth zum Hahn ein fiaker ein schuster ein spengler ein kellner Hermionens Hofstaat. Götzendiener. Dichter. Inselbewohner. Verschiedene Gäste. Volk
I. Aufzug
(Garten in Hermionens Palast. In der Mitte ein erhabener
Thron mit Veilchengirlanden auf Blumenstufen.)
1. Szene
affriduro. odi. götzendiener. inselbewohner
(Alles in Bestürzung.)
chor.
Götter, schleudert eure Blitze,
Schickt der Eumeniden Schar
Vom erhabnen Wolkensitze,
Straft das freche Zauberpaar!
affriduro. Habt Hermionen ihr berichtet, daß wir um ihr Erscheinen bitten?
odi. Es ist geschehen.
affriduro. Nicht länger dürfen wir die Frechheit dieser Zauberschwestern dulden; Apollo selbst befiehlt es uns.
odi. Hier kommt der Hofpoet.
affriduro. Jauchzet ihm entgegen, seiner Muse Flug soll euch begeistern.
2. Szene
vorige. distichon mit einer Menge Gedichte in Rollen
alles (ruft). Willkommen, Distichon!
distichon (feierlich). Verderben diesen Zaubernymphen! Die ganze Nacht hat meine Phantasie geraset und den geflügelten Gaul beinahe zu Schanden geritten, bis Aurora vierzig Schmähgedichte beleuchtete, die mein schöpferischer Geist in dieser Nacht gebar.
mehrere. Hier sind noch mehr. (Zeigen sie vor.)
distichon. Ich glaub es euch. An Dichtern fehlts auf unserer Insel nicht. Flora heißet sie, weil sie die Göttin hat mit Blümlein aller Art bedeckt. Wir kennen keinen Schnee, als wenn uns Zephyr weiße Blüten streut; darum begeistert uns der ewige Blumenduft und weihet uns zu Priestern des Apoll, so daß der Schuster selbst mit einer Hand nur seinen Stiefel schafft und in der andern hält er hoch die goldne Leier:
"Sein kühner Geist ist mit Apoll verwandt, Ist seine Lyra gleich mit Schustergarn bespannt." affriduro. Doch hohe Zeit ists nun, die Leier zu vertauschen mit dem Mut; die Zauberschwestern müssen fallen.
distichon. Ich werfe sie mit Knittelreimen tot. Ein Jahr ists nun, daß diese beiden Zauberschwestern auf unsere Insel kamen in einem Wolkenwagen, den zwei weiße Löwen zogen; wir glaubten schon, die Götter hätten sie gesendet, doch bald erfuhren wir, daß sie der Orkus ausgespien; denn ihre Zaubermacht erbaute schnell ein Schloß, vor dem die beiden Löwen wachen und jeden töten, der sich ihnen naht.
affriduro. Sie zertreten unsere Fluren, und mit vergifteten Pfeilen schießen sie nach den Dienern des Tempels.
alle. Wehe, Wehe über sie!
3. Szene
vorige. der narr
narr (mit Pathos). Wehe, Wehe über sie! Ich weiß zwar nicht über wen, aber ich bin ein Narr, ich muß überall dabeisein. Also Weh über euch alle, nur nicht über mich!
affriduro. Es freut uns, Narr, daß du so fröhlich bist.
narr. Das bin ich immer unter meinesgleichen.
distichon. Sprich vernünftig, wird die Beherrscherin erscheinen?
affriduro. Wir haben große Dinge vorzutragen.
narr. Sie kommt sogleich, sie ordnet nur ein Fest, wozu nicht lauter Dichter eingeladen sind, gemeine Geister auch.
distichon. Sie wird doch nicht gar Handwerksleute laden?
narr. Aha, der fürchtet sich, es möchten welche darunter sein, denen er schuldig ist.
distichon. Das fürcht ich nicht; des rühm ich mich, daß einer lebt, der mir noch borgt. Wer borgt denn nicht? Alles ist auf dieser Welt geborgt, das Leben selbst ist nur geliehene Ware; die Erd, auf der wir wandeln, ist nicht schuldenfrei: der Raum, in dem sie schwebt, gehört der Luft, sie wäre blind, wenn ihr die Sonn den Star nicht sticht; und auch die Sonne, die Verschwenderin, die ein zu glänzend Haus nur führt, bezieht ganz sicherlich ihr leuchtend Gold aus einer Wucherwelt.
narr. Du sprichst ja wie ein Sokrates!
distichon. Beneid mich nicht um meinen Genius! Wem Höheres geworden, der hat auch höhere Zinsen abzutragen.
narr. Da kommst du gut davon, denn für das bißchen Hirn, was dir Natur geliehen, wirst du ihr wenig Zinsen zahlen.
distichon. Man will an andern niemals finden, was man selbst vermißt. Ästhetisch Wirken herrscht auf Flora; du gehörst nicht unter uns, wir ringen nach Unsterblichkeit.
narr. O, ihr betriebsamen Florianer! Müßiggang heißt euer Gewerb; ich will dir ein Mittel sagen, das dich unsterblich macht: leg du die Zeit, in der du müßig gehst, als Kapital zurück, und wenn dein lumpicht Leben ausgeht, flick sie hinten dran, dann lebst du fort in alle Ewigkeit.
affriduro. Wie kannst dus wagen, Narr, in meiner Gegenwart solch ungeschliffenen Scherz zu treiben?
narr. Verzeih, dich hab ich nicht gemeint, dich nehm ich schon ein andersmal aufs Korn. Er hat ein Spottgedicht auf mich gemacht, drum hetz ich ihn, so lang ich Atem hab!
odi. Versöhnet euch, ich hab euch etwas zu entdecken.
narr. Was, eine Neuigkeit? Waffenstillstand unterdessen! Vielleicht gibts neuen Stoff zum Schimpfen.
odi. So hört denn! Unsere Fürstin ist verliebt.
distichon. In wen?
odi. Ja seht, das weiß ich nicht.
narr. Ich bitte dich, bewahre dein Geheimnis.
affriduro. Was sprachst du für ein Wort?
odi. Als gestern sie den stillen Hain betrat, wo sie so gerne weilt, schlich ich ihr nach und sah, wie ein Gedicht sie aus dem Busen zog, das sie wohl mehr als zwanzigmal geküßt.
distichon (seufzend). O! wär ich dies Gedicht gewesen!
narr. Dann hätt sies sicher nicht gelesen.
odi. Dann rief begeistert sie: "Nur ein Genie, das so die Liebe schildern kann, ist meiner Liebe wert."
distichon (beiseite). Wars mein Gedicht, bin ich der Glückliche?
odi. Doch in dem Augenblick kam Amphio mit ihrer Lilienherde, und ich ward verscheucht.
affriduro. Sag mir doch, Odi, wie kommt Amphio, ein Fremdling hier im Lande, zu der Ehre, Hermionens Lieblingslämmer zu bewachen?
odi. Das will ich euch erzählen. Dieser Hirt scheint mir nichts Gewöhnliches zu sein. Der Aufseher der fürstlichen Herde ward vor einem Jahr von einer Schlange überfallen, die ihn getötet hätte, wenn nicht ein junger Wanderer aus einem Busche springt und sie erschlägt. Amphio war der kühne Jüngling, er forderte keinen Dank, als einen kleinen Dienst in unserem Land; er wäre eine Waise, sagte er, und suchte unter fremden Völkern nun sein Glück, da ers in seiner Heimat nicht gefunden hat. Der Aufseher, von Dankbarkeit bewegt, erinnert sich, daß er einen Stier besäße, welcher goldne Hörner trägt. distichon. Goldene Hörner? Hätt ich diesen Stier, das wär ein Kapital!
narr. Mir wär ein Hirsch mit goldnem Gweih viel lieber, der wirft doch alle Jahr Interessen ab.
odi. Nun stellt euch vor, von Dankbarkeit bewegt, ernennt er ihn zum Hüter dieses Stiers.
narr (weint). O, edler Mann! O schöne Vermundschaft! Wie war denn das? Hat der Ochs ihm befohlen oder er dem Ochsen?
odi. Das letztere.
narr. Das ist doch noch ein Glück. Ich hab das erste auch erlebt schon in der Welt.
odi. Und da er seinen Dienst so treu versah, schwang er sich zum Hirten unsrer Lilienherde auf; doch liegt etwas Geheimnisvolles in dem Jungen, und daß zum Hirten er geboren, glaub ich nimmermehr.
affriduro. Hermione naht, zieht euch zurück.
4. Szene
hermione. gefolge. vorige
chor.
Heil Hermione!
Glücklich die Zone,
In der sie thront!
hermione. Ganz ungewöhnlich ist die Stunde zwar, in der ihr meine Gegenwart verlangt, doch gibt es keine Zeit, in der ich euch nicht angehörte; stets haben unsere Wünsche freundlich sich begrüßt, daß sie sich heute feindlich trennen werden, hoff ich nicht. Sprecht aus, was ihr begehrt!
affriduro. Auf dein Geheiß, o Königin, befragt ich das Orakel des Apoll, wodurch der Übermut der Zauberschwestern sei zu bändigen und was durch sie die dunkle Zukunft unserem Lande droht.
hermione. Und des Orkakels Spruch?
affriduro. Verderben, Krieg droht Eurem Blumenreich, wenn Ihr die Zauberschwestern nicht daraus verjagt.
alles. Wehe uns!
hermione. Was raten meine Weisen mir?
distichon (tritt vor). So höre mich denn, hohe Hermione!
narr (springt in die Mitte). Um des Himmels willen, du vergißt dich ja! Die Weisen sollen sprechen; du hast das Gegenteil verstanden; bist denn du ein Weiser?
distichon. Das bin ich—oder hältst du mich für einen Narren?
narr (bescheiden protestierend). Du hast mich eben dieser Müh enthoben.
distichon. Wieso?
narr. Du glaubst ja fest, daß du ein Weiser bist.
distichon (unwillig). Nun ja!
narr. Da hältst du dich ja selbst für einen Narren; was brauch denn ichs zu tun? Für naseweis hab ich dich stets gehalten, doch eine andre Weisheit trau ich dir nicht zu.
distichon. Das gedenk ich dir, Bastard des Jokus!
hermione. Endet euren Streit! Sprich, Affriduro, kann Gewalt uns retten?
affriduro. Gewalt? Zum erstenmal hör ich dies Wort von dir. Entsprossen aus dem Stamme deines gütgen Vaters, herrschest du durch Sanftmut stets. Wir kennen hier nur Poesie, Gesang und Tanz; der rauhe Klang der Waffen ist uns unbekannt, nur ein arkadisch Leben führten wir bis jetzt. Von einer Seite schützt des Meeres Wellenschild unseren blumenreichen Strand, und von der andern trennen steile Berge uns von unserem mächtgen Nachbar, dem König von Athunt. Die Waffen sind uns fremd, wir kennen nur die List.
narr. Ich rate auch zur List; sie machen sich zu mausig hier, drum muß man sie wie Mäuse fangen. (Beiseite.) Ich richte eine diamantne Falle auf und statt dem Speck häng ich zwei türksche Schals hinein.
affriduro. Doch höre des Orakels Schluß. Nicht eher wird die Macht der Zauberschwestern sich besiegen lassen, bis Hermione sich vermählt und dem Lande einen Herrscher gibt, der gleich ihr zu herrschen würdig ist; wenn das geschieht, wird jene Macht verschwinden. Drum hör die Bitte deines ganzen Reichs und wähle dir den König von Athunt, er strebt nach deiner Hand. Du besitzest Geist, er Mut und Macht; erwähle ihn, bevor die Zauberschwestern noch in seine Brust des Hasses Samen streun, und mit Gewalt er fordert, was du seinem Edelmut verweigert hast. Du wirst dem Schicksal nicht entrinnen, denn die Sterne prophezeien unserem Lande einen Herrscher aus dem Hause von Athunt.
hermione. Als vor zwei Jahren der König von Athunt mit seinem Sohn an meinem Hof erschien, für sich um meine Hand zu werben, gestand ich ihm ja frei, daß ich, vom Wert der Poesie begeistert, im Tempel des Apollo ein Gelübde abgelegt, als Gemahl nur einen Sänger hoher Lieder zu umarmen; sei er der Ärmste meines Volkes auch, wenn er nur reich ist an Gemüt und hohem Geist. Der König von Athunt belächelte den Schwur, gestand, daß er die Verse nur mit blutgem Schwert zu schreiben wüßte. Er zog von meinem Hof; doch hinterließ er das Versprechen mir, daß er den schönen Frieden meines Landes niemals stören wolle. Glaubst du, ich hätte meinen Schwur vergessen? Nur einem Sohn der Musen reich ich meine Hand.
distichon (stolz). Mein Vaterland ist der Parnaß.
narr. Ich bin vom Kahlenberg zu Haus.
affriduro. Erwäge des Orakels Spruch, und wählest du nicht ihn, so wähle doch und rette dadurch deine Treuen.
hermione (für sich). Peinliche Verlegenheit! Was beginn ich? Mein Herz ist ja nicht frei.
alles (kniet). Wir flehen zu dir, Herrscherin!
hermione. Wohlan, so will ich wählen. Wenn wiederum der Mond uns seine Sichel zeigt, so werd ich meine Hand verschenken.
alles. Heil, Hermione!
hermione. Bis dahin will ich meines Stolzes Panzer mit geschmeidgem Samt der Klugheit überziehen und durch sanfte Worte die Zauberschwestern zu gewinnen suchen. Eilet hin nach ihrem Schloß und bescheidet sie hierher.
odi (sieht hinaus; erschrickt). Götter, dort sind sie. Sie streifen durch die Flur und jagen weiße Raben.
hermione. So eil hinaus und rufe sie.
odi (erschrocken). Ich?
hermione. Ja, du!
odi. Verzeih, ich wag es nicht.
affriduro. So bist du ja ein ganzer Hase?
narr. O nein, er ist ein bloßer Hasenfuß.
hermione. Beschämt keiner ihn?
distichon (kühn für sich). Mut, Distichon, du stiehlst ihr
Herz. (Laut.) Ich hole sie. (Eilt ab.)
narr (tut, als hebe er etwas von der Erde auf). Pst!
hermione. Was treibst du, Narr?
narr. Er hat beim Fortgehen seine Furcht verlorn, ich heb ihm s unterdessen auf. (Er tut, als steckte er sie in den Sack.)
odi. Er ist schon dort und spricht mit ihnen. Sie drohen ihm—er läuft davon.
hermione. Pfui!
odi. Sie senden Pfeile nach. (Schrei.) Er ist getroffen.
hermione (ängstlich). Götter!
odi. In dem Waden steckt ein Pfeil.
narr. Jetzt haben wir doch einen gespickten Hasen auch.
hermione. So sinkt er?
odi. Nein, er läuft.
5. Szene
distichon, einen Pfeil mitten durch die Wade gesteckt. vorige.
distichon (atemlos). Es ist geschehn!
hermione. Du bist verwundet, Unglückssohn. (Verhüllt sich das Antlitz.)
distichon. Im Herzen, Königin!
hermione. Nicht doch, im Fuß.
distichon. Nicht möglich! (Besieht sich und erstaunt.) Das hab ich wirklich nicht bemerkt.
narr (zieht ihm den Pfeil heraus). Was das für ein Glück ist, wenn man falsche Waden hat! Unverwundbar wie Achill!
distichon. Ein kluger Feldherr weiß sich zu verschanzen, Den Arm weiht man der Schlacht, den Fuß braucht man zum Tanzen .
6. Szene
vorige. arrogantia und vipria gleich gekleidet; in tigerartigen Kleidern, mit Bogen und Pfeilen, treten schnell und kühn herein.
Allgemeiner Schreckensausruf.
alles (mit Entsetzen). Die Zauberschwestern!
(Alles steht erstarrt in Gruppen.)
vipria. Ha, ha, ha! Hast dus gehört? Wir sind angemeldet.
arrogantia (mit Verachtung). Ha, furchtsam Volk! Der Schreck ist Kammerdiener hier.
vipria. Nun, wie wirds? Habt ihr s Medusenhaupt geschaut, daß ihr versteinert steht?
arrogantia. Sind zur Komödie wir geladen, daß ein Tableau man uns zum besten gibt? Wo bist du, Hermione, die uns rufen ließ?
hermione. Frag sanfter, wenn dus zu erfahren wünschest; solche Frage ist der Antwort Tod.
vipria (persiflierend). Wo weilt denn die gestrenge gnädge Frau? (Befehlend.) Wer bist denn du? Bist du die Magd vom Haus, so lös die Riemen auf an meinem Schuh!— Aha, du bist das Kammerkätzchen hier, du willst gestreichelt sein; so meld uns an, teil Gnaden aus, wir bitten dich. Zwei arme Zauberschwestern, sag, wir küssen dir die Hand. (Küssen ihr heuchlerisch die Hände.)
hermione (erzürnt). Laßt ab. Ich bin es selbst! Ich bin Hermione!
vipria. Nicht möglich! Ach verzeih, ich hab dich wirklich nicht erkannt, wir haben dich ganz anders uns gedacht. (Zu Arrogantia.) Sie hat ja so gesunde Backen!
arrogantia. Eine gewöhnliche Gestalt.
vipria. Sie sieht so einfach aus.
arrogantia. Einfältig fast.
vipria (sie heuchlerisch umarmend). Unendlich freut uns das.
arrogantia (ebenso). Ich bin entzückt im höchsten Grad.
narr. O Schierlingskraut, mit Zucker überstreut!
affriduro. Kannst du dies dulden, Zeus?
narr. Laß deinen Zeus zu Haus!
hermione. Bekämpfe dich, mein Stolz, es gilt ja meines Landes Glück.
vipria. Du wohnst hier allerliebst! Ein schöner Blumenhain.
hermione. Es ist mein liebster Garten.
vipria. Und eine nette Dienerschaft.
narr (macht ihr eine Verbeugung).
vipria. Quelle figure?
arrogantia. Der ist gebaut als wie ein Telegraph.
vipria. Ist der im Garten hier bestimmt, daß er die Vögel dir verscheucht?
narr. Ich soll die Fledermäus vertreiben, aber heut sind mir doch ein paar hereinkommen.
arrogantia. Wer bist du, kecker Freund?
narr. Man spricht nicht gern davon.
hermione. Es ist mein Narr.
vipria. Bravissimo! Bist du der einzge Narr auf dieser Insel?
narr. Nein! (auf Distichon deutend.) Hier führ ich dir noch einen auf.
vipria. Nun, Hermione, uns gefällts in deinem Reich.
arrogantia. Wir haben doch die ganze Welt durchreiset. Wir sahen Indiens gewürzte Fluren—
vipria. Die Kecskemeter Heide—
arrogantia. Ägyptens Pyramiden—
vipria. Die Spinnerin am Kreuz—
arrogantia. Die Höhe des Montblanc—
vipria. In Wien den Tiefen Graben—
arrogantia. Arabiens Wüstenei—
vipria. Und Nußdorfs schöne Auen.
arrogantia. Doch unter allen diesen Welten haben wir zwei Lieblingsinseln uns erwählt.
vipria. Die meine liegt am Donaustrom.
arrogantia. Die meine heißet Flora.
hermione. Wenn ihr die Insel liebt, so ehrt auch ihren Frieden und stört ihn nicht durch euren Übermut.
arrogantia (auffahrend). Wer?
vipria (steigend). Wie?
narr (grell für sich). Was?
hermione. Verzeiht, daß ich den harten Ausdruck hab
gewählt. Ich bitte euch, schont dieses Landes Glück.
vipria. Nicht weiter sprich! Also darum ließest du uns rufen?
arrogantia. Um einen Mentor hier zu spielen?
vipria. So wisse denn, wir hassen dich wie Schlangengift.
hermione. Was hab ich euch getan?
vipria. Als wir auf deine Insel kamen, hättest du um Schutz uns flehen sollen; doch mit Verachtung hast du uns empfangen.
arrogantia. Selbst nicht zum Tee hast du uns eingeladen, das hat die Schwester so empört.
vipria (zu Arrogantia). Sprich nicht so albern, schweig!
arrogantia. Warum? Der Tee ist deine schwache Seite.
narr. Sie hat ja so schon ihren Tee.
vipria (zu Arrogantia). Erzürn mich nicht und schweig!
arrogantia. Was hast du zu befehlen mir?
vipria (heftig). Ich wills!
arrogantia (ebenso). Ich nicht!
narr. Sie fangen noch zu raufen an.
vipria (zu Arrogantia). Ein andermal! (Zu Hermione.) Zu dir, du freches Weib!
hermione. Halt ein, das geht zu weit! Soll denn Gewalt nichts über euch vermögen? Ergreift sie schnell!
alles (will auf sie zu).
beide (spannen ihre Bogen schnell). Wer wagts?
distichon (zieht sich erschrocken zurück). Ich nicht!
narr (auch). Detto mit Obers.
vipria. Entfernt euch schnell! Wir lizitieren euer Leben.
(Mit gespanntem Bogen drohend.)
narr. Die Lizitation wart ich nicht ab. (Er läuft davon.)
odi. Ich geh schon auf den ersten Ruf. (Läuft ab.)
arrogantia (zu Distichon). Nun? Was zahlst du für das deine?
distichon (schnell). Das Fersengeld. (Erschrocken ab.)
vipria (zu Affriduro). Hast du für unsern Pfeil ein überflüssig Leben?
affriduro. Ich hab nur eins, das brauch ich selbst; leb wohl! (Ab.)
arrogantia (zu allen). Und ihr?
alles. Wir laufen schon.
(Alles in Verwirrung ab.)
vipria (triumphierend). Ha, ha, ha! Virtuosen in der Furcht.
7. Szene
hermione. vipria. arrogantia
arrogantia. Verlassen stehst du nun.
vipria. Erkenne unsere Macht!
hermione (weinend). Wehe mir!
arrogantia (höhnend). Was weinst du denn?
vipria (ebenso). Du zartes Turteltäubchen, du!
hermione. Auf euer Haupt zurück den Spott, ihr niedern Zauberdirnen! Entweicht auch ihr, vergiftet nicht den Hain durch euren Hauch.
vipria. So komm! Wir wollen sie verlassen.
arrogantia. Doch unser Haß bleibt ihr zurück.
vipria. Und diese Flur, des Streites bunter Zeuge, die ihn mit farbgem Aug geschaut, verödet soll sie sein. (Nimmt einen Stern hervor.) Du auberstern, der finstern Hekate entwendet, jetzt steh mir bei! (Zu Hermione.) Du liebest diesen Blumentempel? So stürz ich seine Säulen ein, und eine einzige Distel setz ich dafür hin, Verwesung heißet sie; schau her!
(Der Garten stürzt zusammen, Sumpf und verdorrte Bäume zeigen sich. Raben sitzen auf den Ästen und flattern in der Luft. Das ganze ist ein grauser Anblick, der Wind heult gräßlich.)
hermione (schaudernd). Entsetzlich!
vipria. Unersättlich werde meine Rache, gleich dem Hunger des Erysichthons, überall will ich dich necken und verfolgen, in jedem Grashalm will ich dich belauschen.
arrogantia. Aus jedem Unkraut strecke ich meinen Hals.
vipria. Bis die Verzweiflung bittend dich zu meinen
Füßen reißt, dann erst ist Vipria versöhnt. (Erschöpft.)
Ha, wie wird mir jetzt, ich bin zu schwach für meinen
Grimm.
arrogantia (sanft). Du hast dich angegriffen, liebes Schwesterchen, o stütze dich auf meinen Arm!
vipria (höhnisch). Ich danke dir. (Heimlich.) Wie kommst denn du zu dieser Zärtlichkeit?
arrogantia (beiseite). Aus Bosheit, weil sies ärgert. (Laut.) Das macht die Eintracht unserer Herzen. Wenn du leidest, leid ich auch.
vipria (zart). O gutes Kind! (Umarmt sie zärtlich mit durchbohrendem Blick auf Hermione.) Wart, Schlange! (Matt zu Arrogantia.) Leit mich. (Geht gestützt auf Arrogantia ab.)
8. Szene
hermione allein
hermione. O ihr Götter! Wodurch verdient ich euren Fluch? Erniedrigt—und vor wem? Vor meinem eigenen Geschlecht. Wenns noch ein mächtger Zauberer wär—doch daß es Weiber sind, die mich besiegt, das kränkt mich gar so tief! Und wenn ich, gleich dem Argus, hundert Augen hätte, so würde jedes sich mit Tränen füllen über diese Schmach. O Amphio, könntest du den Schmerz mir tragen helfen! Doch halt! Hat das Orakel nicht bestimmt: daß, wenn ich einen Gatten wähle, die Macht der Zauberbrut vernichtet ist? Doch, darf ich meinem Volke sagen, daß ich einen Hirten liebe? Und kann ich einen andern wählen? Ich vermag es nicht. Es sind nicht Amors Rosenketten, die mich an ihn binden, eherne Bande sind es, die mein Herz an seines schmieden. Doch wie—hat Minerva mich berührt?—So gelingt es —so muß er siegen!—So wird er mein, ich kann auf seinen Geist vertrauen. (Der Narr sieht zur Kulisse herein.) Was suchst du, Narr?
9. Szene
narr. Dann distichon. affriduro. odi. volk. vorige
narr. Ich muß rekognoszieren. Sie trauen sich nicht herein. Nur herein, ihr florianischen Helden, der Feind ist fort, ihr habt gesiegt.
alles (kommt gelaufen und stürzt zu Hermionens Füßen). Heil, Hermione, ewige Treue geloben wir dir!
distichon. Nur einen Augenblick hat uns die Furcht besiegt; sie ist vorbei, jetzt bau auf unsre Kraft.
hermione. Ich bau auf sie, wie auf die Reize dieser Flur.
alles (blickt hin). Ha, was ist das?
hermione. Ein blühend Bild von eurem Mut; er ist so treu, wie dieser Sumpf, wer auf ihn baut, sinkt ein. Darum will ich nicht länger ihm mein Wohl vertrauen, ich befolge des Orakels Wunsch. Noch heute abend soll mein Land gerettet sein, ich will noch heute mich vermählen, damit die morgige Sonne der Zauberinnen Ohnmacht schon bescheint. Affriduro, eile hin und schmück den Tempel des Apoll; in einer Stunde seid ihr dort versammelt und höret meinen Eid: "Dem reich ich heut noch meine Hand, der, bis die siebente Stunde tönt, mir ein Gedicht ersinnt, das an Wert hoch über allen andern steht." Es gelte gleich, welch Land ihn auch gezeugt, ob ihn ein Lorbeer schmückt, ob er den Hirtenstab erwählt. So fordre ich in die Schranken eure Poesie; weil ihr nicht kämpfen könnt um mich durch eurer Sehnen Kraft, so kämpft um mich mit kräftigen Gedanken. Die Phantasie trag euch die Fahne vor, Vernunft steckt auf den Helm, der Witz sei euer Pfeil, die Verse stellt in dichte Reihen, statt der Trompete laßt den Reim erklingen; so rücket vor und kämpfet um den Preis: Drei Kronen bietet er zugleich, Mein Herz, den Lorbeer und dies Reich. (Ab.)
affriduro (mit den Götzendienern zur entgegengesetzten Seite ab).
10. Szene
vorige ohne Hermione und Affriduro
mehrere. Ha, jetzt gilts!
distichon (mit Emphase, schnell).
Dichtergeister!
Hört den Meister,
Spornt den Gaul,
Seid nicht faul;
Zieht vom Leder
Eure Feder,
Schreibt drauf los,
Der Preis ist groß.
Fortunens Blick
Verkündet Glück!
narr. Auweh, zwick, Jetzt wird s mir z dick! Reim dich oder ich friß dich. Ha, ha, ha!
distichon. Was lachst du, Schafskopf, Kalb, dem Mond entsprungen?
narr. Pfui der Schande! Durch ein Gedicht müßt ihr die Hand der Herrscherin erkämpfen, weil ihr so furchtsam seid, daß ihr beim Anblick einer Spinne lauft. O ihr Heroen der Vorzeit! Nehmt euch doch ein Beispiel an dem Theseus von Canova, der hält den Minotaurus schon zehn Jahr beim Schopf und laßt ihn noch nicht aus. Das ist ein Held! Und ihr Wichte Schreibt Gedichte Voll Gewinsel! O ihr Pinsel Dieser Insel! Apoll, du Zechmeister aller Dichter, schlag ihnen deine Leier um den Kopf, ihre Väter schamen sich im Grab!
distichon. Mein Vater war ein Held.
narr. Der meine auch, er war Hanswurst und hat den Harlekin geprügelt.
odi. Wir sind es auch.
narr (ruft erschrocken). Die Zauberschwestern!
alles (will erschrocken davonlaufen). Hilfe!
narr. Ha, ha! Probatum est. O ihr Schmucknadeln, zum Zittern seid ihr auf die Welt gekommen. Einen Esel laßt euch bauen, so groß, wie das Trojansche Pferd, und schliefts mit eurer Tapferkeit hinein.
distichon. Nein, das wird zu arg!
Auf, ihr Brüder
Hoher Lieder,
Schlagt ihn nieder!
(Alle prügeln auf ihn.)
narr (indem er fällt). Jetzt schreiben s ein Vers auf meinen Buckel.
odi. Triumph, das Ungeheuer ist besiegt!
distichon. Ich hab ihn auf das Haupt geschlagen!
odi (schadenfroh). Ich gab ihm in die Rippen eins.
distichon. Wir lassen uns in Kupfer stechen.
alle. Es lebe Distichon, der tapfre Held!
(Alles ab.)
11. Szene
narr allein, seinen Rücken reibend
narr. Das Schlachtfeld ist leer. Ah, das nenn ich ein Treffen! Jeder hat getroffen, keiner hat gfehlt. Aber dem Verdienste seine Kränze, einer ist dabei, der kanns; wann das ein Dichter ist, der hat eine shakespearische Kraft! (Überdenkend.) O Schicksal eines Narren! Geboren auf Österreichs fetten Triften, studiert bis an den Hals, dann Kammerdiener eines spanschen Lords, vom Schiffbruch ausgespuckt an diesen Strand der Feigheit und der Ochserie. Aus Gnaden haben sie mich zum Hofnarren aufgenommen, mich, der ich mehr Witz in meinem Daumen hab als alle Köpfe dieses Fabellandes seit hunderttausend Jahr. Und nun zu euch, ihr giftgen Zauberkröten, denn Frauenzimmer seid ihr nicht;— Respekt vor allen andern Frauenzimmern! Ehret die Frauen, sie flechten und weben—Punktum! Das andre fällt mir nicht mehr ein; aber das sind keine Frauenzimmer, das sind Töchter des liebenswürdigen Zerberus und der reizenden Hydra. Darum beschwör ich euch, ihr vier Winde des Himmels, blast mir alle Krankheiten dieses schwindsüchtigen Jahrhunderts auf einen Haufen zusammen und überlaßt sie mir zu meiner Disposition. Herbei, ihr zwölf Monate dieses tiefbeleidigten Jahres, ich will einen Kalender zusammenfluchen und euch ein Neujahrsgeschenk damit machen:
Ganz leicht beginn der Januar
Mit Schnupfen, Halsweh und Katarrh;
Des Abends sanftes Gliederreißen,
Daß sie vor Schmerz die Lippen beißen.
Dann werd, weil beide eitel sind,
Die eine taub, die andre blind,
Und ihre niedlichen Gefriesel
Bedeck ein scharlachroter Riesel.
Dem Februar laß ich die Wahl,
Zu sinnen eine eigne Qual.
Die Gicht ist schön, doch wünscht ich lieber
Die Bleichsucht oder s gelbe Fieber.
März und April bringt Seitenstechen,
Der Mai muß sich durch Krämpfe rächen;
Im Juni Regen allenfalls,
So habns die Wassersucht am Hals.
Im Juli ist Sommerszeit,
Wo man auf grüner Flur sich freut:
Nur ihnen blüh kein schönes Tal,
Die ganze Welt sei ihr Spital.
August, da werd ihr Hunger heiß,
Doch bleib ihr Magen kalt wie Eis;
Nichts hemme ihrer Eßsucht Lauf,
Vielleicht frißt eine dandre auf.
September streu vergiftten Tau,
Der färbe ihre Haare grau;
Oktober ruft das Blatt nach Haus,
Da brechen ihre Zähne aus;
November fällt ihr Namensfest,
Da schick zum Bindband ich die Pest,
Und bis Dezember kommt herbei,
Sind schon in Zügen alle zwei.
Doch noch ist nicht der Spaß verdorben,
Kaum glauben sie, sie sind gestorben,
So speien sie, der Welt zum Graus,
Aufs neu zwei giftge Drachen aus.
So drück auf ihre Qual die Zeit
Das Siegel einer Ewigkeit;
Den Wunsch bringt froh zum neuen Jahr
Mein gutes Herz den Schwestern dar.
(Ab.)
verwandlung
(Romantisches Tal. Weiße Lämmer weiden auf den Hügeln,
Amphio sitzt auf einem Steine und bläst ein sanftes Lied auf
seiner Flöte. Im Vordergrunde befinden sich zwei steinerne
Wassernymphen auf Postamenten, in Lebensgröße, welche auf
Wasserurnen ruhen.)
12. Szene
amphio allein
amphio. Wo weilst du heute, hohe Phantasie, daß sich dein Bild noch nicht auf blauem Äther malt und mit den bunten Schwingen zu mir niedertaucht? So wie der Arzt den Kranken jeden Tag besucht, so schwebst du jeden Morgen zu mir nieder, zu heilen meinen liebekranken Geist. Durch dich begeistert sang ich jene Lieder, die mir das Herz der Königin errangen; dir verdanke ich die schöne Hoffnung, an Hermionens Hand zu herrschen über dieses Reich. Ihre Liebe nenn ich mein, sie selbst gestand es mir. Nun will ich meinen Rang entdecken, um heimzuführn die königliche Braut; doch dir muß ichs vorher vertrauen, hohe Phantasie, du hast den wilden Mut in mir gezähmt, zum stillen Hirten mich gemacht, und nur dein Rat soll mich bestimmen, ob ich den Schleier ziehen darf von dieser Täuschung Bild. Doch, was seh ich? Eine andre Sonne strahlt mir dort entgegen, Hermione ists, die über jene Hügel eilt. Ists Freude, ist es Angst, die ihre Schritte so beflügelt?
13. Szene
voriger. hermione.
amphio (eilt ihr entgegen und sinkt zu ihren Füßen). Gebieterin!
hermione (spricht die ganze Szene schnell und unruhig). Heut bin ichs nicht; ich hab die Herrschaft abgetreten an die Zeit, ein Sklave bin ich meiner Eile.
amphio. Mir bangt um dich. Was kämpft in dir?
hermione. Vertrauen gegen Furcht. Mein Volk, der Zaubernymphen Wut, Apollo selbst befiehlt, daß ich mein Herz noch heute binden muß.
amphio. Dein Herz? Ist es noch dein?
hermione (sanft). Du weißt es ja.—Doch meine Hand—
amphio. Weh mir!
hermione. Sei ruhig, Amphio! Ein schöner Sieg winkt deinem Geist. Von dem Gedicht, das du mir gestern überreicht, aufs neue überzeugt, daß du gegen alle Dichter meines Reichs ein Krösus bist an Phantasie, hab ich, dich heute abend noch Gemahl zu nennen, den kühnen Schwur gewagt: "Wer bis zur siebenten Stunde mir die schönste Dichtung liefert, erhält noch heute meine Hand und dieses Reich."
amphio. O wie beglückst du mich! (Beiseite schnell.) Ha, Wink der Phantasie! Die Dichtkunst soll allein den hohen Preis erringen! Nein, ich entdecke mich noch nicht. das höchste Glück soll durch mich selbst mir werden.
hermione. Was vertrauest du den Lüften deine Worte? Bist du verwirrt?
amphio. Verzeih, die Freude tanzt mit meinen Sinnen. Vertrau auf mich und meiner Liebe Kraft! Mein wird der Sieg, ich kämpfe ja um dich, darum ist das Gefühl der Dichter deines Landes ein Tau gegen das Meer meiner Empfindungen.
hermione. Ja, ich vertraue dir. Die Hoffnung schwingt die goldne Fahne! Doch jetzt leb wohl; ich eile in den Tempel, um zu bekräftigen den Schwur, und wenn die Sonne sinket in des Meeres Silberschloß, so sink ich dir, dem Sieger, dankend an die Brust. Doch jetzt entflieh, man suchet mich; dann eile nach dem Tempel hin, dort wird durch des Orakels Mund des Preisgedichtes Stoff dir kund.
amphio. Leb wohl, vertrau auf mich! (Entfernt sich schnell.)
14. Szene
Der narr. Dann affriduro und inselbewohner. vorige
narr. Verzeih, ich bin vorausgeeilt, dich tiefergebenst abzuholen. hermione. Kömmst du allein?