ANZEIGER FÜR KUNDE DER DEUTSCHEN VORZEIT.

Neue Folge.

ORGAN DES GERMANISCHEN MUSEUMS.

Adler aus dem Wappen des Germanischen Museums

Dreizehnter Band.

Jahrgang 1866.

Nürnberg, im Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums.

Redaction des Anzeigers.

August Essenwein, I. Vorstand des germanischen Museums.

Georg Karl Frommann , Dr. philos., II. Vorstand und Vorstand der Bibliothek.

August v. Eye, Dr. philos., Vorstand der Kunst- und Alterthumssammlung.

Beiträge
zu vorliegendem Bande haben geliefert:

  • Baader
  • , Jos., Conservator am k. Archiv in Nürnberg.
  • Barack
  • , K. A., Dr., fürstl. fürstenberg. Hofbibliothekar, in Donaueschingen.
  • Birlinger
  • , Anton, Dr., in München.
  • Bodemann
  • , Eduard, königl. Rath und Sekretär an der königl. öffentl. Bibliothek zu Hannover.
  • Erbstein
  • , A., Dr. jur., Conservator bei der Kunst- und Alterthumssammlung des german. Museums.
  • Erbstein
  • , J. R., Dr. jur., I. Sekretär des german. Museums.
  • Ettmüller
  • , Ludwig, Dr., Universitäts-Professor, in Zürich.
  • Flegler
  • , Alexander, Dr., Archivvorstand des german. Museums.
  • Födisch
  • , Jul. Ernest, Dr., gräfl. Czernin’scher Bibliothekar, zu Petersburg in Böhmen.
  • Förster
  • , Ernst, Dr., in München.
  • Franck
  • , J., k. Subrektor, in Annweiler.
  • Greiner
  • , Ulrich,
  • P.
  • , in Graz.
  • Häser
  • , H., Dr., Professor an der Universität zu Breslau.
  • Heister
  • , Karl von, General, in Naumburg.
  • Hektor
  • , Enno, Sekretär an der Bibliothek des german. Museums.
  • His-Heusler
  • , Ed., Mitglied der Direktion der Kunstsammlung zu Basel.
  • Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst
  • , Fürst Friedrich Karl, Durchl., in Kupferzell.
  • Jahn
  • , Albert, Dr., eidgenöss. Bibliothekar, in Bern.
  • Janssen
  • , L. J. F., Dr., Conservator am Alterthums-Museum in Leiden.
  • Kerler
  • , C. D., Dr., Universitätsbibliothekar, in Erlangen.
  • Klein
  • , Karl, Professor, in Mainz.
  • Latendorf
  • , Friedr., Dr., Gymnasiallehrer, in Schwerin.
  • Lexer
  • , Matthias, Dr., Universitäts-Professor, in Freiburg.
  • Liebenau
  • , H. v., Dr., in Lucern.
  • Lochner
  • , G. W. K., Dr., qu. k. Studienrektor u. Stadtarchivar, zu Nürnberg.
  • Platzer
  • , Leonh., k. Landrichter, zu Sulzbach.
  • Roth von Schreckenstein
  • , K. H. Freiherr, Dr., Vorstand des fürstl. fürstenb. Hauptarchivs in Donaueschingen.
  • Schlüter
  • , E., Dr., Obergerichtsrath a. D., zu Stade.
  • Schmieder
  • , Pius,
  • P.
  • , Archivar, in Lambach in Oberösterreich.
  • Sighart
  • , Joachim, Dr., k. Lyceal-Professor, in Freising.
  • Sommer
  • , G., k. Bauinspektor, in Zeitz.
  • Toll
  • , Artilleriemajor a. D., in Coblenz.
  • Volger
  • , Dr., Direktor der Realschule des Johanneums in Lüneburg.
  • Walderndorff
  • , Hugo Graf v., auf Hauzenstein bei Regensburg.
  • Wattenbach
  • , W., Dr., Universitäts-Professor, in Heidelberg.
  • Weller
  • , Emil, in Nürnberg.
  • Will
  • , Cornelius, Dr., fürstl. Thurn- und Taxis’scher Archivar, in Regensburg.
  • Zingerle
  • , Ignaz Vincenz, Dr., Universitäts-Professor, in Innsbruck.

Nürnberg. Das Abonnement des Blattes, welches alle Monate erscheint, wird ganzjährig angenommen und beträgt nach der neuesten Postconvention bei allen Postämtern und Buchhandlungen Deutschlands incl. Oesterreichs 3 fl. 36 kr. im 24 fl.-Fuſs oder 2 Thlr. preuſs.

Für Frankreich abonniert man in Straſsburg bei C. F. Schmidt, in Paris bei der deutschen Buchhandlung von F. Klincksieck, Nr. 11. rue de Lille, oder bei dem Postamt in Karlsruhe; für England bei Williams & Norgate, 14 Henrietta-Street Covent-Garden in London; für Nordamerika bei den Postämtern Bremen und Hamburg.

Alle für das german. Museum bestimmten Sendungen auf dem Wege des Buchhandels werden durch den Commissionär der literar.-artist. Anstalt des Museums, F. A. Brockhaus in Leipzig, befördert.

Inserate, welche mit den Zwecken des Anzeigers und dessen wissenschaftlichem Gebiete in Verbindung stehen, werden aufgenommen und der Raum einer Columnenzeile mit 7 kr. oder 2 Sgr. berechnet.

ANZEIGER
FÜR KUNDE DER DEUTSCHEN VORZEIT.

Neue Folge.   Dreizehnter Jahrgang.

Adler aus dem Wappen des Germanischen Museums

ORGAN DES GERMANISCHEN MUSEUMS.

1866.

Nº 1.

Januar.

Wissenschaftliche Mittheilungen.

Der „fränkische Krieg“.

Mitgetheilt von Jos. Baader, kgl. Archivconservator, in Nürnberg.

Das Schloſs Absberg, 2 Stunden von Gunzenhausen entfernt, war einst der Sitz der mächtigen und angesehenen Adelsfamilie von Absberg, die schon im 10. Jahrhundert in den Urkunden genannt wird. Muth, Tapferkeit und kriegerischer Unternehmungsgeist zeichnete alle Mitglieder dieses Hauses aus; aber nicht immer nahmen sie es genau mit Mein und Dein, so daſs Absberg schon in alter Zeit als Raubnest verrufen war.

Eine traurige Berühmtheit erlangte in dieser Beziehung namentlich Hanns Thomas von Absberg, der Sohn des Ritters Hanns Georg von Absberg. Es gab kaum eine Fehde, an der er sich nicht betheiligte. Als Hanns von Geislingen und Götz von Berlichingen in den Jahren 1507 bis 1512 Nürnberg, Augsburg und andere Reichſstädte befehdeten, war Hanns Thomas einer ihrer eifrigsten Helfershelfer. Er zeichnete sich besonders durch seine Grausamkeit aus, indem er den gefangenen Städtern nicht selten die Hände oder Finger abhieb. Im Jahre 1512 nahm er Anton Tetzel den Jüngern und Anton Hornung, beide von Nürnberg, auf freier Landstraſse gefangen. Wegen dieser landfriedenbrüchigen Handlung wurde er von Kaiser Maximilian in die Acht gethan.

Später banden er und sein Vater mit den Grafen von Oettingen an. In dieser Fehde — es war im Jahre 1520 — warb Hanns Thomas unter andern gegen 50 gereisige Pferde. Mit diesen legte er sich in einen Hinterhalt, um den Grafen Joachim von Oettingen niederzuwerfen. Dieser befand sich nämlich auf dem Bundestage zu Augsburg. Im Heimreiten wurde er nicht weit von Donauwörth von Hanns Thomas angerennt, niedergeworfen, beraubt und auf den Tod verwundet, so daſs er kurz hernach seinen Geist aufgab. Des Absbergers vorzüglichste Helfer bei dieser That waren Cuntz von Rosenberg und Christoph Marschalk von Pappenheim. Der Kaiser sprach Acht und Aberacht gegen sie aus, und Georg Truchseſs zu Waldburg erhielt von ihm den Befehl, ihre Schlösser Absberg, Enkering und Waldmannshofen wegzunehmen. Das geschah, und Hanns Thomas glaubte, die über ihn verhängte Acht und die Wegnahme der Schlösser sei das Werk des Schwäbischen Bundes und der Reichsstädte, bevorab Nürnbergs. Er schwor, sich an ihnen zu rächen, und floh dann nach Böhmen. Hier fand er bei seinen Standesgenossen die beste Aufnahme und alle mögliche Unterstützung. Auch unter dem bambergischen und markgräflichen Adel auf dem Gebirge und im Voigtlande hatte er zahlreiche Freunde. Mit Hilfe derselben überfiel er die Angehörigen der Grafen von Oettingen, des Schwäbischen Bundes und insbesondere der Reichsstädte, die er auf die Burgen seiner Genossen schleppte und um hohes Geld schatzte. Die Schlösser der Familien Aufseſs, Sparneck, Gutenberg, Schott, Giech und vieler anderer standen ihm zu jeder Zeit offen, wenn er sich von seinen Raubzügen in schneller Flucht zurückzog und Gefangene mit sich schleppte. Manche Mitglieder dieser Familien thaten ihm dabei Reitersdienste. Auch am Rhein und Main, und überhaupt in ganz Franken hatte Hanns Thomas zahlreiche Anhänger und Helfer, von denen wir hier nur die von Thüngen — ein fehdelustiges Geschlecht — nennen wollen. Sein vorzüglichstes und ein gefürchtetes Werkzeug, namentlich wenn es an’s Händeabhauen gieng, war sein Knecht Veit Scharpf.

Hanns Thomas verschonte Niemand, selbst nicht des Kaisers Diener. Nachdem er den Weigand von Thunhaim, einen Edelmann, Johann Lucas, Verweser des Schatzmeisteramts, und den Sohn des Dr. Gregorius Lamparter, als sie vom Reichstag zu Worms nach Augsburg reiten wollten, am Knütlinger Steig niedergeworfen und mit sich fortgeschleppt hatte, fieng, verwundete oder tödtete er im Jahre 1522 in der Gegend von Laber und Dietfurt und zwischen Bayreuth und Pottenstein noch mehrere Bürger von Augsburg, Nürnberg und St. Gallen. Mehreren derselben, unter Andern auch dem Dr. Leupolt Jorian von Wien, schlug er die rechte Hand ab. Einige dieser Hände schickte er an den Rath zu Nürnberg, mit dem Gruſs: „Der Absberger habe noch ein Schwert, und an diesem müsse sich der Rath die Zähne ausbeiſsen.“

Diese Thaten des Absbergers verbreiteten groſsen Schrecken unter den Reichsstädten und bei ihren Bürgern und Kaufleuten. Um diesen Greueln ein Ende zu machen, beschloſs der Schwäbische Bund im J. 1523, den Grafen von Oettingen und den Reichsstädten Bundeshilfe zu leisten und mit dem bündischen Kriegsvolke die Schlösser des Hanns Thomas und seiner adelichen Helfershelfer zu brechen und unschädlich zu machen. Es ist dieses der sogenannte „Fränkische Krieg“ dessen Beschreibung wir hier nach einer gleichzeitigen Handschrift mittheilen:

Hernachuolgt der Frannckisch krieg vnd welcher gestalt den grauen von Oettingen bey haubtleuten vnd räten des Schwäbischen bundts die hilff wider Hannsen Thoman von Abtsperg, seine helffer vnd vnterschlaipffer erkannth, voltzogen, vnd was auff derhalben fürgenomen heertzug gegen ain yeden derselben vehduerwannten, auch derselben schlos vnd guetern gehanndelt vnd ausgericht ist:

Erstlich das den grauen von Oettingen alls bundsverwannten wider Hannsen Thoman von Abtsperg, deſselben helffer, ennthalter, vnferschlaipfer, etzer, trenncker vnd fürschieber, auch derselben heuser vnd gueter nach vermög der bundtsainigung soll geholffen werden mit der ainfachen vnd ganntzen hilff der bundtsstennde, nemlich mit tausend pferden vnd zehentausend fuesknechten sambt einem notturfftigen geschütz, zu prechung der schloſser vnd einem solchen heerzug tuglich, wie dann derhalb ein anschlag vff alle bundtsstennde nach irer vnd eins yeden stannds gepüraus zu vnterhaltung deſselben kriegsvolcks vnd geschütz gerechent vnd gemacht ist.

Zu solcher bünttischen hilff vnd dem kriegsvolck haben ain erber rate diser löblichen statt[A], alls in diser mutwilligen vehde für annder bundsstennde hoch vergeweltigt vnd beschwert, den stennden des Schwäbischen bundts vff ir pittlich ersuchen vnd derselben stennde costen vnd schaden neben irem zeugmaister Matern Herder dargelihen das geschütz sambt seiner zugehöre, nemlich 2 scharpfmetzen, die 70 Pfund , 2 quartaunen, die 40 Pfund , 2 nachtgallen, die 4 Pfund , 4 notschlangen, die 20 Pfund , 6 veltschlangen, die 8 Pfund , 6 halbschlangen, die 5 Pfund eysen schieſsen, 60 hacken mit iren pocken. Zu solchem geschütz sindt noch ettliche stuckhpüxen, alls singerin und quartaunen von andern Bundtsstennden dargelihen vnd für den Ottenwaldt gefürt worden.

Vnd zuvor ee man solche hilff mit der tat fürgenomen, haben die bundtsrete alle diejenigen, so durch warhafft glaublich ansagen vnd erfarung angetzaigt vnd Hannsen Thomans von Abtsperg vehde taylhaftig gewest, zu der purgation vff den bundtstag, Jubilate zu Nordlingen Anno 1523 gehalten, erfordert, die zum tayl erschienen sindt, denselben gehorsamen ist ein artickel, darauf sy sich purgiren sollen, fürgehalten wie hernach volgt:

Artickel des aydes der purgation: Ein yeder soll schweren, das er Hannsen Thoman von Abtsberg, Cuntzen von Rosenberg, Cristoffen Marschalch, derselben knechten vnd helffershelffern zu vnd in der vehd oder entleibung, wider und an graue Joachim von Oettingen seligen fürgenomen vnd beganngen, desgleichen wider die bundsstennde, ire verwandten vnd vnterthanen mit erstechen, hendtabhauen vnd anderer beschedigung vnd wege weder durch sich selbs, seine Diener oder verwandten nit gefärlich, sunder allein der gestalt und mainung, wie anheut durch ine angetzaigt ist, geraten, geholffen, gedient, behaust, gehoft, geetzt, getrenckt, enthalten oder ainichen fürschub gethan oder solchs alles samentlich oder sunderlich zu beschehen verschafft oder gestattet habe. Zu dem ist ainem yeden nach gelegenhait seiner verhandlung, damit er besagt, ein sundrer artickel fürgehalten, darvff er sich hat purgiern müſsen.

Hernach uolgen die namen der vom adel, so sich mit dem aide gerainiget haben: Herr Cunrat Schott vff Streitberg, Herr Zeisloff von Rosenberg, Herr Martin von Wildenstain, Sigmund von Wirsberg, rittere, Nickel Herdegen zum Kulm, Peter von Waldenrot, ambtman zu Pairreut, Albrecht von Alatzhaim.

Item, welche auch erfordert, erschienen, sich gern purgiert hetten, den es abgeschlagen: Jorg von Embs, pfleger zu Osternoe, Wilhalm von Felberg, Philips von Perlichingen der elter, Wolff von Perlichingen, sein bruder, Philips von Masbach daselbst, Lorentz von Plaſsenburg, Cristoff von Sparneck, Wolff von Sparneck, Gatt von Sparneck, Sebastian von Sparneck, Hector von Guttenberg, Achatz von Guttenberg, Philips von Guttenberg [alle] zu Guttenberg, Wilhelm von Felberg, Panngratz von Aufsess.

Item welche erfordert vnd nit erschynen sindt: Martin Sützel zu Balbach, Hanns Jorg von Thüngen zum Reuſsenberg, Rued Sützel zu Balbach, Franntz von Alatzhaim, Rued von Alatzhaim, Wolff von Alatzhaim, Wolff Heinrich von Aufseſs zu Truppach, Jorg Wolff von Gich zum Krügelstain, Hanns Jorg von Aschhausen.

Item so sind dise hernachbenanten vom adel allererst im antzug des büntischen kriegsvolcks für die bundsräte, so dem heer stättigs in der nehen nachgefolgt, zu der purgation erfordert, die sich auch purgirt haben: Eustachius von Thüngen, Caspar von Thüngen, Jorg von Thüngen [alle] vffm Reuſsenberg, Diether von Gemingen, Jorg vom Hirschhorn, Weyrich von Gemingen, Hanns Dürrigel zum Rigelstain, Bernhart Goller, Heintz von Lüchau zum Hartlas. Albrecht von Wirsberg hat geschriben, er lige tötlich krannck. Sopald sein sach pesser werde, woll er für die bundsrete komen und sich purgiren.

Auff solch der bundsräte erfordern derer, so sich purgiert vnd, wie vorgemelt, Hannsen Thomans von Abtspergs vehd vnd pösen handlung verwant vnd glaubhaftig angetzaigt gewest, sind dieselben vff den aide, den yder mit erhaben fingern zu Gott vnd den heyligen schweren mueſsen vnd geschworen haben, gefreyt vnd diser zeit v̈berzugs gesichert, wiewol man es genntzlich darfür acht, das dieselben ire aide mit der warhait vnd mit Gott nit haben thun mügen, sunder mer iren muetwillen gepraucht, wie dann die anndern Hannsen Thomans vehduerwanten vom adel an vil ortten offenlich gesagt vnd bekannt, das die, so sich mit dem aide gerainiget, in diser vehd mer dann ander haben Hansen Thoman von Abtsperg geraten, geholffen, vntergeschlaipft vnd sunst alle hilff erzaigt, auch darauf von etlichen vom adl ires mainaids halb gescholten sindt.

Vom anzug des kriegsuolckhs vnd wer zu oberstem veldthaubtman vnd kriegsräten gebraucht ist: Nachmals vff volendung der purgation der besagten Hansen Thomans von Abtsperg vehduerwanten ist das kriegsvolckh zu roſs vnd fues, deſsgleichen auch das geschütz vnd desselben zugehöer am montag den fünffzehenden tag des monats Juny Anno &c. 1523 zu Dinkelspühel alles ankomen vnd vff Dinstag den sechzehenden Juny von Dinkelspühel aus dem negsten gegen Poxberg[B] getzogen.

In solchem zuge ist von haubtleuten vnd räten des schwebischen bunds zu einem obersten velthaubtman aufgeworffen vnd gebraucht Herr Jörg Truchsäss zu Walburg vnd herr zu Wolfeckh &c., vnd zu einem haubtman v̈ber den raisigen zeug Herr Rudolf von Ehingen, ritter, vnd v̈ber das fuesfolckh zu haubtman Jacob von Wernau, ein edlman. Denselben dreyen haubtleuten sind von den stennden des bunds noch vier kriegsräte zugeordent, nemlich Herr Sebastian vom Losenstain, bairischer haubtman, Burckhart Marschalck von Pappenhaim, Wolff Böhmer, Nürmbergischer haubtman, vnd N. Dornsperger, burgermaister von V̈berlingen, also das von wegen der churfürsten vnd fürsten des schwäbischen bunds auff disem zug gewest ist Herr Sebastian vom Losenstain vnd Herr Rudolf von Ehingen, ritter, von wegen der grauen vnd prelaten vnd der ritterschafft Burckhart Marschalck von Pappenhaim vnd Jacob von Wernau, vnd dann von wegen der stett Wolff Böhmer vnd N. Dornsperger von V̈berlingen, alle obgenannt. Dieselben haben neben Herr Jorgen Truchsassen alls obersten veldthaubt man vermög irer instruction alle Handlung dises kriegs ausrichten sollen.

Instruction von gemainer versamlung des bunds, neben andern meinem gnedigen herrn, herrn Jörgen Truchsässen, freyherrn zu Walburg, alls oberstem veldthaubtmans in dem öttingischen zug gegeben, für wene er ziehen vnd wie er sich mit den schloſsen vnd heusern, so er die erobert, vnd iren zugehörigen guetern vnd sunst halten soll: Item es soll von ime zum ersten für Boxberg gezogen vnd daſselb schloss, so es gewunen vnd erobert wurd, verprennt zerriſsen vnd eingeebent, vnd die gueter zu gemeins bunds handen genomen werden.

Item er soll Wilhalmen von Felbergs tayl erfordern, souil er im Velberg[C] hat, vnd, so ime die von Felberg, gebrüder vnd vettern, nit aufthun vnd ine zu angezaigtem teyl laſsen wolten, sich alsdann für Velberg schlahen vnd legern vnd vntersteen, daſselbig schloſs Velberg zuerobern, vnd so das beschicht, domit wie mit Poxberg handln. So aber die von Felberg ime aufthuen vnd Wilhalms tayl einantworten, so soll gemelter tayl allein ausgebrennt, abgeprochen vnd zerriſsen, vnd den andern Felbergern iren tayl zuretten vergunt, zudem sollen auch alle güter, Wilhalmen von Felberg zugehörig, wo er die hat, ein vnd zu des bunds handen genomen werden.

Item er soll Cuntzen von Rosenberg seine schloſser vnd heuser, nemlich Gnetza, Waltmanshouen vnd Vttenhouen[D] alle drey vnd yedes innsonnder verprennen vnd in grundt zerreiſsen vnd die zugehörigen Dörffer, flecken vnd gueter in gemains bunds pflichten vnd hannden einnemen, vnd sunderlich Waltmanshouen den flecken vmb die vngehorsam, ime dem obersten veldthaubtman erzaiget, plündern vnd pranntschatzen.

Item er soll den Abtsperg auch ausprennen vnd zu grundt zerreiſsen vnd sein zugehörende güter wie anndere zu gemains bunds hannden vnd pflicht einnemen.

Item das schloſs Aschhausen,[E] Jorgen von Aschhausen zugehörig, erobern vnd alsdann daſselb wie die andern verprennen vnd abthun, vnd seine zugehorende Dörffer vnd güter in gemains bunds hannden vnd pflicht nemen.

Item dergleichen mit dem schloſs Damersheim[F] handln, aber die gueter doselbst den kinden eingeben.

Item er soll auch Rueden Sützel seinen tayl an Balbach[G] ausbrennen vnd gar zerschlaipfen, vnd seine gueter, wie oblaut, in gemains bunds handen einnemen.

Item vnd in gleichem fall mit Franntz Rüden tayl an Wachbach[H] hanndln.

Item yemandts verordnen, Emkering,[I] das Herr Asmus von Abtsperg ist, mitsambt seiner zugehörigen oberkeit, alls zollen, forst vnd glait &c., in des bunds hannden und namen einzunemen, das einkomen aigentlich zuerkundigen vnd darüber einen ambtman zusetzen, vnd der frauen iren widem allain dauon verfolgen zulassen.

Item er soll denen von Pappenhaim vnd innhaber Pappenheim schreiben vnd sy dohin vermögen, gemainem bundt Cristoff Marschalcks tayl an Pappenhaim vnd was ime sunst für gülten doselbst zustee, einzuantworten vnd sich zuuerschreiben, dem bundt domit zugewarten vnd öffnung deſselben tails zugeben vnd Cristoffen Marschalck nimer einzulaſsen, vnd so sy das thun, domit genügig zusein. Wo aber die Marschalck sich dess widersetzten, so soll für Pappenheim getzogen vnd dagegen wie gegen andern schloſsen gehandlt werden.

Zu dem, wie verlaut, die von Dietfurt[J] vmb ires zusehens willen vnd das sy gestatt vnd gar nichts dartzu gethan haben, das der bündischen verwandten bey inen erbarmlich vnd vnrechtlich erstochen vnd entleibt worden sind, zuplündern vnd zuprantschatzen.

Item vnd nachdem für den Reuſsenberg[K] zuziehen, denselben zuerobern vnd domit, auch seinen zugehörigen Dörffern vnd guetern fürzugeen vnd zuhandln verlaſsen, ist doch nachmals vff das anbringen, meins gnedigen Herrn von Würtzburgs halben beschehen, beratschlaget, sodern die von Thüngen, die vorausganngen citation nit wollen wiſsen haben, nochmals erscheinen, so wolle gemaine versamblung ir verantworttung hören vnd vernemen vnd furter darin ir gelegenhait hanndln, vnd so sy, die von Thüngen, zu der purgation gelassen werden, dasselb dem obersten veldthaubtman sambt gemainer versamblung anzaigen. So sy aber nit erscheinen vnd dem obersten veldthaubtman nichts zuwiſsen gethan wurde, so soll sich der oberst veldthaubtman auch darfür ziehen, vnd so er dene erobert, dem Reussenberg wie andern schloſsen mit verprennen vnd zerreiſsen, auch einnemung seiner zugehörigen güter thun vnd sich daran nichts verhindern laſsen.

Gebirge[L]: Item angetzaigter oberster veldthaubtman soll Hector, Achatzen vnd Philipsen von Guttenberg ire schlosser, Alt- vnd Neuguttenberg, einnemen, die verprennen vnd zu grunde zerreiſsen vnd abthun, vnd ir zugehorende güter in gemains bunds handen ziehen, doch des jungen Jorgen tayl vnd güter souil möglich verschonen.

Item vnd dergestalt gegen Kottnau dem schloſs, denen von Guttenberg zugehörig, zuhandln.

Item er soll auch Wolff Hainrichen von Aufsess zu Truppach v̈berziehen, sein schloſs einnemen vnd mit demselben vnd seinen zugehörigen gütern gleich wie mit Alt- vnd Neuguttenberg handlen, das verprennen vnd abthun vnd die zugehorende güter in des bunds handen vnd pflichten nemen.

Item dergleichen gegen Jorg Wolf von Gich zum Krügelstain, seinem schloſs vnd seinen gütern zuhandln.

Item vnd nit minder gegen Waltstain, Oprod, Gattendorff, Sparneck vnd Weisdorff den schloſsen, denen von Sparneck zugehorig, fürnemen, die alle erreiſsen, verprennen vnd gar abwegk thun vnd ir zugehorende gueter in gemains bunds handen ziehen vnd verpflichten.

Item auch gegen Perlshaim[M], Jorgen von Embs zugehorig, obgemelter mas vnd gestalt handln.

Item nach Sebastian von Gich vnd Wolffen von Streitberg, die Hannsen Thoman von Abtsperg hilfflich gewest sein, sollen im zug von dem obersten veldthaubtman gefragt vnd [wann] sy erfarn, sollen dieselben zwen von ime dem obersten veldthaubtmann vnd den kriegsräten zu der purgation erfordert vnd gegen inen vnd iren gütern nach begegneten Dingen gehanndelt werden.

Item wiewol von gemainer bundsuersamlung Pangratz von Aufses zum Freyenfels nit zu der Purgation gelaſsen ist, doch aus vrsach vnd svnderlich vff meins gnedigen herrn von Bamberg fürbitt, von seinendwegen beschehen, zugelaſsen, so sich derselb Pangratz für sich vnd sein erben gegen gemainen bundsstenden notturfftiglich verschreibt, das er Hans Thomans von Abtspergs vehd aus vnd alslang die weret, denselben Hans Thoman, Cristoffen Marschalken, ire anhenger vnd hellfer vnd ander des bunds widerwerttige wiſsentlich nit enthalten, hausen, hofen, etzen, trencken noch fürschieben, auch die zeitlanng für sich selbs mit der tat wider die bundsstennde sament oder sunderlich nit sein noch thun wöll, soll er von gemainen bundsstenden v̈berzugs vnd beschedigung vertragen vnd gesichert sein.

Aber die nachgemelten sollen, so man im antzug ist, für die versamblung des bunds zu der purgation erfordert [werden], vnd wo sy sich nit purgiren oder so sy zu der purgation nit gelaſsen, so soll gegen iren schloſsern vnd gütern wie gegen andern gehandlt werden:

Item alle Inhaber des schloſs Thüngen, item Diettrich von Gemmingen zu Guttenberg, Vlrich von Gemmingen zu Michelfeldt, Bernhart Goller, Jorg vom Hirschhorn, Bastian von Helmstat zu Eſsclingen, Hanns Dürrigel zum Rigelstain, Albrecht von Wirsberg zu Selbitz.

Item der oberst veldthaubtman soll die innhaber zum Strit[N] erfragen laſsen vnd die darnach dem bundt antzaigen. Die sollen alsdann auch citirt vnd erfordert werden. Dann man wais nit, ob es Heintzen von Lüchau zugehört oder nit.

(Fortsetzung folgt.)

Fußnoten:[A] Nürnberg.[B] Einige Stunden von Mergentheim entfernt und den von Rosenberg zugehörig.[C] Einige Stunden von Bocksberg entfernt und zum Rittercanton Odenwald gehörig.[D] Alle in der Gegend von Uffenheim und Aub gelegen und zum Ritterort Odenwald gehörig.[E] Ebenfalls in Franken und im Ritterort Odenwald gelegen.[F] Tagmersheim bei Monheim.[G] Nicht weit von Mergentheim.[H] Bei Mergentheim.[I] Bei Kipfenberg.[J] An der Altmühl. Hier wurde dem Dr. Jorian von Wien die Hand abgehauen und sein Fuhrmann sowie der augsburgische Bote, Namens Jorg Santwerfer, erstochen, ohne daſs die von Dietfurt den Thätern Einhalt thaten oder nacheilten.[K] Den von Thüngen im Ritterort Rhön-Werra zuständig.[L] Unter dieser Bezeichnung versteht man einen Theil der nachmaligen Markgrafschaft Brandenburg-Culmbach und des bischöflich bambergischen Gebietes. Die nachstehenden Orte gehören zum Gebirge; die meisten liegen im Fichtelgebirge.[M] Beroldsheim an der Altmühl.[N] Streit (?), 3 Stunden von Bayreuth.

Hanns Schneider’s Spruch von 1492.

Von Rektor Dr. Lochner, Stadtarchivar, zu Nürnberg.

Zu den schon bekannten gedruckten Sprüchen Hanns Schneider’s: einem auf die Einnahme von Hohenkräen, einem zweiten auf den weitern im Auftrag des Kaisers übernommenen Zug gegen die Raubschlösser, beide aus 1512 und beide in echt vaterländischem Geiste gegen die innere Uneinigkeit der Stände und den räuberischen Adel gerichtet — der zweite besonders in seinen ersten Zeilen ein Zeugniſs, daſs Kaiser Maximilian für die Worte seines „Dichters und Sprechers“ zugänglich war, — dann dem von Erbauung der Stadt Annaberg in Schöttgen und Kreysig’s dipl. Nachlese der Historie von Ober-Sachsen, XI, 77; ferner dem vom Ungehorsam der Venediger (in Hormayr’s Taschenb. 1833, 263 u. bei Soltau, 203), und einem nicht politischen, sondern bürgerlich-satirischen (in Keller’s altdeutsch. Erzähl. 138), — können wir einen, der vielleicht des damaligen römischen Königs Augenmerk zuerst auf ihn richtete und ihm die königliche Gunst zuwendete, hinzufügen. Er ist veranlaſst durch das im Mai 1492 auf dem Lechfeld bei Augsburg unter dem Oberbefehl Markgraf Friedrich’s von Brandenburg zusammengezogene stattliche Reichsherr, welches die Aufgebung Regensburgs von Herzog Albrecht von Bayern nöthigenfalls erzwingen sollte. Glücklicherweise kam es nicht zu diesem Aeuſsersten; Albrecht entsagte seinen Ansprüchen auf die Stadt die sich ihm übrigens freiwillig ergeben hatte, und das Heer gieng, ehe es zum Kampfe kam, auseinander. Nachdem nun der Dichter diesen Anlaſs im Allgemeinen berührt und seine Freude, daſs Regensburg dem Reiche wiedergegeben sei, ausgesprochen hat, ergeht er sich in echt patriotischen Ergüssen für den gerade damals von Frankreich schwergekränkten römischen König Maximilian, dem die bereits per Procura angetraute Fürstin Anna von Bretagne König Karl VIII. von Frankreich mit Gewalt entrissen und seine dem französischen König schon verlobte Tochter Margaretha schmählich wiedergeschickt hatte. Er fordert ihn auf, diese Verachtung zu rächen, die Kurfürsten, die andern Fürsten und den Adel, dann die Kriegsleute aufzubieten, die Priesterschaft Segen und Glück für seine Waffen erflehen zu lassen, und dann das Heer in zwei Theile zu theilen, mit dem einen gegen Frankreich, mit dem andern gegen die Türken zu ziehen. Aus dem Ganzen spricht ein treues und tüchtiges, für das nur durch Einheit zu erreichende Wohl des Vaterlandes warm fühlendes und über die innere Zerrissenheit, wie über die von auſsen angethane Schmach entrüstetes Gemüth. Es läſst sich leicht denken, daſs König Max von dieser Gesinnung sich wohlthuend angesprochen fühlte und dem Dichter den Titel verlieh, unter dem er in Nürnberg erwähnt wird, nämlich „Königlicher Majestät Sprecher“. Die nachfolgende Abschrift ist aus dem in Will. Nor. Bibl. befindlichen Foliobande I, 425 genommen und mit allen, auch handgreiflichen Irrthümern buchstäblich getreu wiedergegeben. Ueber den Anlaſs sehe man Gemeiner’s Regensburger Chronik und auſser den Handbüchern deutscher Reichsgeschichte besonders bayerische Specialgeschichten nach.

Von dem kaiserlichen Heer so sich im 1492 jarn von Regenspurg wegen auf dem Lechveldt gesamelt hatt.

Man spricht mir offt vmb dichten zu

Ich soll mich brauchen spat vnnd fru

Das ich die newen leuff betracht

Ich pesorg Ich wurdt darumb veracht

5

Dan niemandt will für gutt mer han

Die straff die man hatt ettwan than

Vor zeitten dorsten thorolt straffen

Wo trew vnnd warheyt wolt entschlaffen

Vnnd wen die heupter mail entpfiengen

10

Das sy die rechten  straſs nit giengen

So schneit man Inndj tischtuch ab

Das mindert ein der eeren hab

Soll man yetz solich zipffel schneiden

So must sich menges tischtuch leiden

15

Doch will yeder der beſser sein

Darumb wirff Ich ein annders drein

Darmit das ich verdin kein haſs

Ir weisen Herrnn merkent baſs

Da man hatt zweiundneuntzig zalt

20

Da hetz ein wunderliche gestalt

Der adel denn man pillich ert

Der nett sich allenthalben entpert

Vnnd zugent zu  mit heres krafft

Fürsten Herrn vnnd die ritterschafft

25

Geistlich vnnd weltlich die da hetten

Ein schonen zeug vnnd die von stetten

Die kamen starck mit roſs vnd Leuten

Ich gedacht mir was wil das bedeuten

Es fuget sich an eim  morgen fru

30

Da zugens all dem Lechfelt zu

Vnnd Marggraff Fridrich hochgeborn

Denn hett der keyser auserkorn

Zum obersten haubtmann Inn dem feldt

Da sach man menge schone zeldt

35

Vnnd hubschen zeug mang stolczen man

Der Marggraff furt des kaysers fan

vnnd ruckt dem payerlandt vil zu nech

In kurtzen tagen vber lech

Da lag das Heer ein ziemlich weil

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vonn Landsperg lecht ein halbe meil

Des must verderben menger man

Der nie kein schuld an Sachen gewan

Ich fragt ein weisen wolbedacht

wer solchen zeug hatt zamenbracht

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Der sprach mein Hanns du waist doch wol

Das ein Romischer Kayser sol

Des heiligen reychs ein merer sein

Deſs hatt man Im genumen ein

Regenspurg war vom reich gefallen

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Die preist man vor denn stetten allen

Die hand begangen spott vnnd schand

Hertzog Albrecht auſs peierland

Dem hand sie sich fur eigen geben

Vnnd wolten wider die ordnung streben

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wie Kayser Karl ordnetz reich

Das hatt ytz Kayser Fridereich

Durch die vrsach vnnd annder mer

Ein solchen zeug gesendet her

vnnd sicht denn handel auch darbey

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Wer korsam oder vnkorsam sey

vnnd was die cristenheyt anfecht

weſs er sich doch vertrosten mocht

Doch hatt das Herr durch vrsach ru

Ich sprach was thut der Kunig darzu

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Er sprach der Kunig ist hart bekummert

Dann sein anschlag sein zertrummert

Was er Inn Franckreich spottes dult

Das geschicht Im doch on all sein schult

Die Im hilff beistand solten thon

70

Die hand selbs weder frid noch son

Do wir so sagen vonn dem ding

Inn dem so kumbt der Romisch Kunig

vnnd hett vom Kayser gewaltes acht

Was er Im Handel pschluſs vnnd macht

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Das er darbey beleiben solt

Deſs was Im menge peirin holt

Das sie dem volck Inn kurtzen recken

Nit dorfften mer Ir narung strecken

vnnd etlich lecht Inn Schwaben auch

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Jedoch gab man dem handel nach

Das Her prach auff zog wider hein

Vnnd nam der Kunig Landsperg ein

Wems darnach wird ist mir nit kund

Das reich die fursten vnnd der pund

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Die zoegen heim doch ettlich nicht

Die auſs des kaysers geschefft vnnd pflicht

Geschick wurden einzunemen

Regenspurg die sich pillich schemen

Das sie vonn reich gefallen warn

90

Onn alle not bei gutten Jaren

Nun sind sie widerumb darbey

Des sei gott gelobet der Kayser frey

Das er lat sagen was man wil

Doch gefaltſsm nicht so mischt ers spil

95

Vnnd gibt denn Landen annder kartten

Thett wir nach rechter ordnung wartten

was vnns der Kayser schuff vnnd hieſs

Das wir das theten on verdriſs

vnnd hielten  cristenliche gesatz

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So wer wir vor der Turcken tratz

Die vnns dem glauben vast zusetzen

vnnd menig cristennmensch letzen

Die on das leiden theur vnnd Hunger

Das schreibt vnns yetz der Kunig von Vngern

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Dem Romischen Kunig vmb hilff vnd rath

Es hab gethan noch nie als not

Der Turck sei Im der ganntz zumechtig

das wer vnns pillich bas betrechtig

dann das wir selbs einander pstritten

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vnnd volck vmpringen cristen leuten

Als itz die kuniglich Maiestat

Inn teutschen Landen furkummen hat

Inn peyern Lannd vnnd Inn Schwaben

Es ist nit recht das solt Ir glauben

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Dann peid teil sollen pillich bitten

das sollich auffrur wer vermitten

Seit vnns doch gott allein nit heur

Gesenndet hat ein groſse teur

die schwarlich hatt geweret lang

120

darum leut reich vnnd arm trang

Gott wol sie alles leides ergetzen

vnd das wir treulich zamen setzen

Keiser kunig fursten vnnd Herrn

vnnd das wir vnnsern glauben meren

125

Dann es hatt nie so not gethon

Des biſs gemant du kuniglich kron

Maximilian du trewer helt

Got hat dich auserwelt

Das du solt sein ein auffenthalt

130

der cristenschar mit dem gewalt

Wiewol du verachtet pist

Das wil dir gott zu rechter frist

Sein hilff vnnd gnad vonn himel sennden

das du die Sachen magst volenden

135

daran der welt ligt schwer vnd kumer

das hofft meng hertz auff disen sumer

Gott will dir selb thun hilff bekandt

das du der groſsen schmach vnnd schand

die dir Inn franckreich bescheen sind

140

An deinem weib vnd deinem kind

das du pald thust widergelt

das rueff vnnd schreib Inn all die welt

Voraus den Fursten hochgeboren

die dem heiligen reich hant geschworen

145

vnnd glieder seind des heiligen reichs

dieselben mon vnd mut ein gleichs

da wirstu horen oder nicht

wer dir mit treuen ist verpflicht

vnnd wer dir hilff versagen thut

150

der furt Im schilt die kur nit gut

vnnd gwint sein eer ein groſsen tadel

darnach so man dann allen adel

Fursten Grauen Ritter vnnd knecht

Ob man dir zuhilff komen  mocht

155

Ob man darmit das vbel geschweigt

Si sind auch selb darauff genaigt

das sie Ir err gut gleich

Setzen zum haus vonn osterreich