Pelagonius Saloninus war ein römischer Veterinärmediziner des 4. Jahrhunderts. Er verfasste eine Ars veterinaria, die erste überlieferte lateinisch verfasste Pferdeheilkunde. Diese Schrift ist bis auf eine größere Lücke, die durch Blattverlust der wichtigsten Handschrift entstanden ist, erhalten geblieben, allerdings nur in einer Fassung, die ein späterer Redaktor bearbeitet hat, was zu Verschlechterungen führte. Das Werk besteht in dieser Version fast ausschließlich aus Rezepten und ist in Briefform abgefasst; jedes Kapitel ist an einen bestimmten Empfänger gerichtet und behandelt eine einzelne Erkrankung. Pelagonius schöpfte seine Kenntnisse sowohl aus lateinischen als auch aus griechischen Quellen, darunter Columella; ob er auch eigene Erfahrungen verwertete, ist unklar. Er bekannte sich zur paganen Religion, speziell zum Sonnenkult. Zu den Heilmitteln, die er empfahl, gehören auch – wie in der antiken Medizin üblich – Zaubersprüche, doch wird in der neueren Forschung vor einer Überbetonung dieses Aspekts gewarnt, da sie zu einer Fehleinschätzung führe.