Mah Laqa Bai war eine indische Poetin, Kurtisane und Philanthropin. 1824 wurde sie die erste weibliche Poetin, über deren Werke ein Diwan veröffentlicht wurde. Dabei handelte es sich um eine auf Urdu verfasste Sammlung von Ghasels namens Gulzar-e-Mahlaqa. Sie lebte zu einer Zeit, in der Dakhini, eine andere Version von Urdu, gerade den Übergang ins persischlastige Urdu vollzog. Bais literarische Werke bieten einen Einblick in die linguistischen Wandlungen im damaligen Südindien. Sie war außerdem eine einflussreiche Kurtisane. Der Nizam von Hyderabad ernannte sie zur Omarah, einem Mitglied der höchsten Adelsschicht. Im Jahr 2010 wurde ihre Gedenkstätte in Hyderabad, die auch ihr Grab beherbergt, durch Spenden der US-Bundesregierung restauriert.