Gaius Sollius Modestus Sidonius Apollinaris war ein hoher gallorömischer Aristokrat, dessen Leben und Beziehungen ihn in die Mitte der weströmischen Politik des 5. Jahrhunderts setzten. Seine politische Karriere gipfelte 468 in der Stadtpräfektur von Rom, danach war er bis zu seinem Tod Bischof in der Auvergne. Seine Schriften sind von hoher literarischer Qualität und darüber hinaus eine wichtige Quelle für die Geschichte Galliens in der Spätantike. Er wird in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrt.
Siegfried Jacobsohn war ein deutscher Journalist, Herausgeber und Theaterkritiker. Er gründete 1905 die Zeitschrift Die Schaubühne und nannte sie 1918 um in Die Weltbühne, deren Herausgeber er bis zu seinem Tode blieb.
Siegfried Kapper war ein deutsch-tschechischer Schriftsteller, Übersetzer und Arzt jüdischer Herkunft. Gelegentlich benutzte er das Pseudonym (Dr.) Rakonitzky.
Siegfried Kracauer war ein deutscher Architekt, Journalist, Soziologe, Filmtheoretiker und Geschichtsphilosoph. Kracauer ist Autor der soziologischen Studie Die Angestellten und gilt als einer der Begründer der Filmsoziologie.
Siegfried Lenz war ein deutscher Schriftsteller und einer der bekanntesten deutschsprachigen Erzähler der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Als Lenz’ wichtigstes Werk gilt der in viele Sprachen übersetzte und verfilmte Roman Deutschstunde (1968), der die Zeit des Nationalsozialismus und einen falsch verstandenen Pflichtbegriff behandelt. Auch seine erste Sammlung von Kurzgeschichten aus dem Jahr 1955, So zärtlich war Suleyken, wurde aufgrund seiner neuartigen Erzählweise und der Verwendung der ostpreußisch-masurischen Umgangssprache sehr erfolgreich.