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ERIBDRICH WBSTBBRG. DIE ПА6МВ\ТЕ DE8 ТОРАЕСНА
Dnjepr уот Dnjestr doppelt so weit entfernt, als der Dnjestr von der
Donau, was der Wirklichkeit nicht entspricht. Wihrend der Abstand vom
Dnjepr-Liman (nach konstantin bildet der Liman die Flussmandung, geh0rt
also noch zum Flusse) bis zum Dnjestr-Liman thatsichlich ungefihr 80 Mi-
lien ausmacht, betrlgt die Entfernung vom Dnjestr bis zur Donau nicht
40 Milien (eine Milie = 1000 Schritt), sondero weit mehr als 80 Milien,
selbst wenn wir bis zur kilia-Mtindung rechnen, obgleich anzunehmen
ist, dass hier die Sulina (Selina)-Miindung, in welche die Russen 8tets
einfuhren, gemeint sei. Desgleichen wire die Entfernung zwischen der
Donau und dem Dnjepr 120 Milien) viel zu gering angeschlagen.
Setzen wir dagegen ап der betrefenden Stelle «Dnjestr» statt Dnjepr, so
stimmen die Zahlen nicht blos in ihrem Verhiiltnisse unter einander, sondern
auch in vorziiglicherWeise mit den wirklichen Entfernungen 0berein. Dann
ЬеКДтеп wir: von der Donau bis zum Dnjestr 120 Milien, vom Dnjestr bis
zum Dnjepr 80. Berocksichtigt тап ausserdem die sonst (lings der kiiste)
konsequent ostwirts fortschreitende Schilderung der pontischen Gestade, so
Капп тап sich nicht der Einsicht verschliessen, dass hier in der That Дамб-
треак ftir verschrieben seiu miisse. Sollte nicht dasselbe Ver-
sehen im сар. 37 р. 167 vorliegen?
Сар. 42. р. 179—180: ттб:моу та) bzydTtpedk
EiTt та (die Landzunge Tender?), xai x6X7to; Ь itrb-
NExpbTtuia, ф тк xai та)
Херсоуб; тф xai
EiTiy, аКХчтшуЕтп тё Па; Darnach unterliegt es keinem
Zweifel, dass «der grosse Golf Nekropyla» sich mit dem karkinitischen Meer-
busen westlich von Perekop deckt. Das bestitigen auch die ferneren Worte:.
ё x6iTto; dvt:xpb тфу МхратОћол.' тфу ёутшу
таб У. Die Correktheit der latei-
nischen Uebersetzung atque ille ipse Maeotidis sinus pertingit е regione
Necropylarum usque, m0chte ich bezweifeln; dvrtX?0 bedeutet gerade дедеп-
tber. Aus dem Umstande, dass der Abstand des Golfes vom Dnjepr auf
ungefihr 4 Milien geschitzt wird, dtirfte hervorgehen, dass damit die
Breite der Landzunge, welche den Dnjepr-Liman vom Meere trennt, де-
meint sei.
(ibidem): XE?T6VOG ВаттЬрои Eicl у.&ттра Кћчдбтшу,
4. Es ist anzunehmen, dass die Liinge der ziemlich gerad-
linigen kiiste von Cherson bis Bosporos richtig taxirt werde. Daher КОппеп
diese 300 Milien die Grundlage zum Vergleich mit den anderen Strecken-
апдаЬеп bilden. Nun springt die Nothwendigkeit der obigen Text-Verbesse-
rung (Даубттри»; f0r Дау&тгцо;) noch mehr in die Аидеп, da die Entfer-