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russische Macht ап der k0ste von Taurien und auf dem Ufer des
kimmer±en Bosporos ausgebreitet habe, 80 fragt ев sich, auf welches
Zeugnis bei Massudi sich kunik dabei statzt. Wie gewagt ев ist, sich
auf die meist verTorrenen 10ckenhaftigen bruchst0ckartigen orientalischen
Nachrichten zu berufen, glaube ich ап einigeu Massudi-Stellen, welche Ки-
nik augenscheinlich im Аиде hatte, nacbgewiesen zu haben (8. 1brAhim's-
ibn-JatHb'8 Reisebericht 0ber die Slawenlande аив dem Ј. 965, р. 133—134,
in den M6moires de l'Acad6mie Imp6r. des Sciences de St. P6tersb. VIII.
S6rie. Volume III. 4. 1898). Ebenso unhaltbar ist kunik's Ansicht auf
S. 88 dar0ber, das das kapitel in 01eg's Vertrage, betrefend die H01fe,
welche die Russen den Schifern n0thigenfalls leisten sollt.en,
auf irgend einen 0stlichen Winkel ат Pontus oder ат Asow'schen Meere,
wobei kunik ап das ит denkimmerischen Bosporos belegene Gebiet denkt
(cf. р. 146), binweise. Hervorgerufen ist diese unbegriindete Annahme durch
die Voraussetzung, als wenn sich die Wohnsitze der im Vertrage von 944
erwihnten Schwarzen Bulgaren ат КиЬап befanden. (S. unten meinen Ех-
сип tber konstantin Porphyrog.).
Aus obigen Gr0nden diirfen wir mit ziemlicher Sicherheit behaupten,
dass die Fragmente des Toparchen, welche von einer festen Position der
Russen in der krim, beziehentlich 0berhoheit 0ber einige Theile derselben,
beredtes Zeugniss ablegen, nicht auf die Regierungszeit ()leg's, der seinen
ersten Griechenzug im Ј. 906 unternimmt, fallen К0ппеп; jedenfalls lisst
sich diese Ansicht nicht durch Quellencitate st0tzen und whwebt somit
v011ig in der Luft. Der terminus а quo ist also von rein historischem Stand-
punkt aus h0chst wahrscheinlich erst in die Regierungszeit des Grossf0rsten
Igor, dessen erster krieg mit den Griechen im Ј. 941 Erwihnung fndet,
zu versetzen, jedenfalls nicht vor 01eg's Zuge vom Ј. 906, da erst seit
dieser Zeit sich 01eg's Augenmerk und kriegerische Unternehmungen auf
den Pontus richten. Bis dahin, wiederhole ich, schweigen alle Quellen 0ber
kriegerische Verwickelungen seitens der Russen in Taurien, sei ев mit
Griechen, sei ев mit Chasaren, welch' beiden V01kern die Russen, ит Ein-
Huss daselbst zu gewinnen, den Rang streitig machen mussten. Was spe-
ciell die Griechen betrift, so heisst ев ausdrocklich im Friedenstractat von
906—911, dass vor dem kriege des Ј. 906 wlhrend vieler Jahre Freund-
schaft zwischen Christen (Griechen) und Russen geherrscht habe.
kunik verlegt auf S. 89 den Inhalt der Bruchst0cke in den Zeitraum
nach 940 пит aus dem Grunde, weil er sich durch Hase's palaeographische
Fixirung f0r gebunden erachtet. Vom rein historischen Standpunkt aus Капп,
seines Daforhaltens, sehr wohl ап die Zeit vor 941 gedacht werden und
zwar im Hinblick auf eine Stelle im Vertrage von 944. kunik's Argu-