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VRIBDRICH нввтввва. DIB ПАИИТВ DES ТОРАВСНА

Hase's paleographische Zeitbestimmung.

Nach Наде gehbrt der Codex in das ausgehende 10. Jahrhundert

(saec. Х. exeuntis), die der Fragmente aber ist etwas j0ngeren Da-

tums (litteris пес multo quam Cod. ipse recentioribus). Folgt daraus, dass

Hase die Abfassung der Fragmente in den Anfang des XI. Jahrh. setzt?

Ich glaube, nicht. Nach Hase zu urtheilen, sind die Aufzeichnungen gleich-

zeitig oder unmittelbar nach den Ereignissen entstanden. Hase bezieht

ferner den Inhalt der Bruchst0cke auf die Eroberung Cherson's durch Wla-

dimir und seine Taufe im Ј. 988 (richtiger 989). Mithin muss der Bericht

unseres Fragmentisten (nach Hase) im Ј. 989, jedenfalls vor 1000 verfasst

sein. Uebrigens bin ich mit Uspe nskij darin einerlei Meinung, dass der

Autor nicht in Form eines Tagebuches, sondern in der einer Erzihlung 0ber

lingst verHossene Begebenheiten schreibt; folglich waren seine Aufzeich-

пипдеп, fahre ich fort, in's XI. Jahrhundert, die Richtigkeit von Hase's Ве-

obachtung vorausgesetzt, zu verlegen. Da eine so депаие Bestimmung des

Alters der Handschrift, auf Grund von palaeographischen Merkmalen, nicht

mOglich ist, so wird sich Hase dabei durch seine Vermuthung, hinsichtlich des

Zusammenhanges der Fragmente mit der Einnghme Cherson's durch die Russen,

haben leiten lassen. Гп meiner Ansicht bestlrkt mich Hase's Aeusserung zu

Anfang des zweiten Fragments: scriptura est ligata, quam vocant, saec. Х.

aut XI. Wie sich krumbacher (in M0nchen) zu Hase's Zeitbestimmung

stellt, dar0ber wolle тап in meiner Einleitung nachl&n. In demselben

Sinne hat sich auch der Byzantinist Uspenskij auf S. 266 ausgesprochen:

•Schwerlich Капп тап aber im Ernst auf den palaeographischen Beobach-

tungen in solchem Maasse bestehen wollen, dass тап die Handschriften nach

zwei Jahrzehnten unterscheidet.... selbst in der Bestimmung von Jahrhun-

derten sind (die Palaeographen) nicht immer einig•.

Ich glaube, wir thun wohl, uns ап Hase's unbestimmtere АпдаЬе

(scriptura... saec. Х. aut. XI) zu halten, wobei wir beriicksichtigen К0ппеп,

dass nach Наве die Schriftztlge des Manuscripts ungefihr auf die Mitte

dieses Zeitraumes deuten. Ја, ит noch sicherer zu gehen, wollen wir die

Grenzen nach beiden Seiten hin noch ит einige Jahrzehnte erweitern und

die ganze weite Zeitperiode bei unserer ferneren Untersuchung in Betracht

ziehen.