aoncus (монумјв TAURICUS) DEI 10. пввв.
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Auf welche Zeit weist der Inhalt der Quelle hln?
Wenn es feststebt, dass ё хата Дриа то) ”1атрои mit
dem russischen Grossftirsten einerlei Person ist, во gewinnen wir mit dem
ersten Auftreten der Russen in kiew den aussersten terminus а quo. Das
wAre die Zeit ит 855. da der Russenf0rst der Fragmente a18 mach-
tiger Herrxber geschildert wird, dessen Grenzen weit nach S0den vorge-
r0ckt sind,—er bat Besitzungen in Taurien und mass EinHuss bis in
die Gegenden n0rdlich von der Попаи gereicht haben,—so sind wir де-
zwungen den terminus а quo weiter, mindestens bis zur Einnahme kiew's
durch 01eg, also bis 882 vorzur0cken. Im Ј. 885 waren dem F0rsten bereit8
die Poljanen, Drewljanen, Sjewerjanen und Radimitschen unterthan; mit
den Ulitschen und Tiwerzen f0hrte er damals krieg. Im Ј. 906 unternahm
01eg seinen Beutezug nach konstantinopel mit einem grossen Heere, in
dem auch Chorwaten, Duljeben und Tiwerzen vertreten waren; somit er-
streckte sich sein Land ит diese Zeit bis zu den karpathen und zum
Dnjestr, ја bis zur Попаи und dem Schwarzen Meere, da die Wohnsitze der
Tiwerzen bis dahin reichten. Bis zum Ј. 906 herrschte lange Zeit hindurch
Frieden zwischen Griechen und Russen.
Hatten die Russen 01eg's bereits in Taurien Fuss gefasst? DieseFrage
muss auf Grund aller auf uns деКоттепеп Quellen strict negirt werden.
Im ausf0hrlichen Vertrage 01eg's mit den Griechen (911) wird des Gebiets
von Cherson mit keiner Silbe gedacht, ganz im Gegensatz zu den Vertrigen
von 01eg's Nachfolgern. Was die orientalischen Nachrichten von einer Russen-
insel resp. Halbinsel sagen, Nachrichten die auf eine ausfahrliche Quelle
aus dem IX Jahrhundert zurackgehen, 80 betone ich hier auf's Nachdrtck-
lichste, dass ein aufmerksamer Vergleich aller diesbez0glichen parallelen
Mittheilnngen mit Nothwendigkeit ergiebt, dass diese Russeninsel in der
n0rdlichen Hilfte 0steuropas gesucht werden muss 1). kunik's entgegenge-
setzte Ansicht auf S. 89 Апт. ist dadurch zu erkEren, dass im Ј. 1875,
als er schrieb, kardisi's Werk noch nicht entdeckt war. Massudi's Bericht
0ber den Russenzug vom Ј. 913—914 beweist schlagend, dass ит diese
Zeit die Meerenge von kertsch sich noch im Besitze der Chasaren befand.
Wenn aber kunik auf S. 61 meint, aus dem zeitgenossischen arabischen
Schriftsteller Massudi (combinirt mit dem Vertrage чоп 944 und dem
Bericht des Toparchen) sei klar ersichtlich, in welch' fr0her ЕросЬе sich die
1) S. meine •Beitragc zur klarung orient. Quellen» im Bulletin de 1'Acad. Imp6r. des
Sciencu de st. P6tersb. lM. У. Serie Bd. М Х 4 р. 211—220.